Zu: Friedrich Gottlieb Klopstock - "Die Sprache"

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Universitat Potsdam (Germanistik), Veranstaltung: Klopstock und die Lyrik der Empfindsamkeit, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: So wie zum Beispiel die Liebesoden, die Freundschaftsoden oder die Oden an die Franzosische Revolution zu bestimmten Phasen einer poetischen Entwicklung Klopstocks gezahlt werden konnen, so gehoren seine Oden uber die Sprache eigentlich nicht zu einer Schaffensphase in seinem Gesamtwerk. Sie sind vielmehr eine Randerscheinung, was jedoch nicht ihre Bedeutung schmalert. Denn genau genommen sind diese Oden poetisierte Theorie, die sich in irgendeiner Form in allen anderen Oden, generell in allen seinen Werken findet. Kemper urteilt hierzu sehr treffend: Es ist ein eigentumlicher Zug von Klopstocks Entwicklung, dass er in seiner Jugend eine grosse sprachschopferische Leistung vollbrachte, dann aber in spateren Jahren immer mehr versuchte, das von ihm selbst intuitiv Geschaffene reflektierend zu durchdringen und zu rechtfertigen. Zu den Oden, die hauptsachlich den Fragen und Problemen der deutschen Dichtersprache gewidmet sind, gehort auch die Ode "Die Sprache" aus dem Jahre 1782. Sie spiegelt am besten und pragnantesten die Ansichten Klopstocks in Bezug auf Dichtung und Sprache wider. Um dem Verstandnis und der allgemeinen Bedeutung dieser Ode naher zu kommen, wird in der Arbeit zunachst auf die einzelnen formalen und stilistischen Aspekte der Ode selbst eingegangen, um dann anhand der gewonnenen Erkenntnisse einen Bezug zum Gesamtwerk und den allgemeinen Auffassungen uber Sprache und Dichtkunst Klopstocks herzustellen und so den universalen Charakter der Ode zu skizzieren. Dabei wird von der Grundannahme ausgegangen, dass die Ode "Die Sprache" sowohl eine Rechtfertigung der praktizierten Dichtung Klopstocks, aber auch die praktisch demonstrierte Theorie seiner Auffassungen uber Poesie darstellt und dementsprechend ind"
 

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Contents

Einleitung
1
Die Bedeutung der Ode Die Sprache für das Gesamtwerk Klopstocks
10
Schlussbetrachtung
16
Copyright

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Popular passages

Page 11 - Das Wesen der Poesie besteht darin, daß sie, durch die Hilfe der Sprache, eine gewisse Anzahl von Gegenständen, die wir kennen, oder deren Dasein wir vermuten, von einer Seite zeigt, welche die vornehmsten Kräfte unserer Seele in einem so hohen Grade beschäftigt, daß eine auf die andere wirkt, und dadurch die ganze Seele in Bewegung setzt.
Page 6 - DES Gedankens Zwilling, das Wort scheint Hall nur, Der in die Luft hinfließt: heiliges Band Des Sterblichen ist es, erhebt Die Vernunft ihm, und das Herz ihm ! Und er weiß es; denn er erfand, durch Zeichen Fest, wie den Fels, hinzuzaubern den Hall ! Da ruht er; doch kaum, daß der Blick Sich ihm senket, so erwacht er. Es erreicht die Farbe dich nicht, des Marmors Feilbare Last, Göttin Sprache, dich nicht! Nur weniges...
Page 8 - Hyazinthen, und ihr Von den Rosen, die bemoost sind. Sie entglühen lieblicher, als der Schwestern Blühendster Busch, duften süßern Geruch; Auch schmückt sie ihr moosig Gewand, Und durchräuchert ihr Gedüfte.
Page 16 - ... Deutschen, auf den Klopstock gegenüber anderen Sprachen, alten wie neuen, eifersüchtig ist, hängt nach seiner Erfahrung von der richtigen Stellung und dem Gebrauch der Wörter ab. Er möchte der deutschen Sprache gerne »die größten Ansprüche auf die meisten Arten des Wohlklangs...

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