Zu: Robert Musil 'Die Amsel': Azweis Flucht aus der Wirklichkeit: Versuch eines Individuationsprozesses

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GRIN Verlag, 2008 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 5.5, Universität Neuenburg (Université de Neuchâtel, Institut de Langue et Littérature Allemandes), Veranstaltung: Krieg und Dichtung, 27 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vom österreichischen Autor Robert Musil geschriebene Novelle Die Amsel wurde in Der Neuen Rundschau im Jahre 1928 veröffentlicht. Die Niederschrift der Novelle zog sich über 10 Jahre hinaus. Robert Musil schrieb Die Amsel nicht in einem Zug, sondern bearbeite sie mehrmals. In den Tagebüchern kann der Leser die Spur von in Der Amsel aufgenommenen und von Musil beliebten Themen oder gar wortwörtliche Übertragungen verfolgen; beide bieten die Basisstruktur für die Novelle. Insgesamt sind vier Fassungen entstanden: Fassung A, Fassung B, Erstdruck (in der Neuen Rundschau, Heft 39) und die Ausgabe aus letzter Hand ('Nachlass zu Lebzeiten) . Die Amsel muss also als ein mehrfach überarbeiteter Text betrachtet werden, wo der Autor seine Persönlichkeit und sein Erlebte einfliessen lässt. Die Novelle fängt mit der Einführung der zwei Hauptfiguren Aeins und Azwei durch einen Ich-Erzähler an, der die Jugend von den beiden Figuren in einem religiösen Institut in groben Zügen darstellt und geht sowohl auf ihre frühere Freundschaft ein, als auch auf ihre Trennung nach dem Verlassen des Instituts. In dieser kurzen Einleitung erfährt der Leser mehr über Azweis Studentenzeit und seine "beträchtliche[n] Fehlschläge[n]" (Amsel, S.133). Die drei Geschichten, die dieser Einführung folgen, werden von Azwei selber erzählt. Der Grund dieser Erzählung ist am Anfang der Novelle nicht ganz klar aber der folgende Satz weist auf einen gewissen Befreiungs- und Verständnisbedarf von Azwei hin: " Azwei erzählte das nun Folgende in der Art, wie man vor einem Freund einen Sack mit Erinnerungen ausschüttet, um mit der leeren Leinwand weiterzugehen" (Amsel, S.134). Wie ein Maler, der vor der leeren Leinwand
 

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