Zu Arthur Dinters "Die Sünde wider das Blut"

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GRIN Verlag, Feb 15, 2006 - Literary Criticism - 19 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1-, Universität Potsdam (Germanistik), Veranstaltung: Antisemitismus in der Germanistik, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieses propagandistische Werk Dinters der Verbreitung der antisemitischen Ideologien diente und aus heutiger Sicht einen erschreckenden Einblick in die damaligen Überzeugungen und die Mittel der Verbreitung dieser gewährt. Arthur Dinters "Die Sünde wider das Blut" erschien 1918 und bildet zusammen mit den Romanen "Die Sünde wider die Liebe" und "Die Sünde wider den Geist" eine Trilogie. "Die Sünde wider das Blut" ist der erfolgreichste Roman Dinters. „Nach „vorsichtigen Schätzungen“ Werner Jochmanns soll “dieses Buch in Deutschland“ - hier wäre freilich eher vom deutschsprachigen Raum in Mitteleuropa zu sprechen - „eineinhalb Millionen Leser gefunden“ haben.“ Der Roman handelt von dem Schicksal Hermann Kämpfers, einem „arischen“ Chemiker, der durch die Ehe mit der zwar „arisch“-schönen, aber doch „rassisch-beschmutzten“ Halbjüdin Elisabeth viel Leid erfahren muss. Die antisemitischen, rassistischen Ansichten des Autors, die er in diesem Roman deutlich macht, lassen sich in drei Kategorien fassen, in denen sie auch hier behandelt werden sollen: Zum einen Dinters Rassentheorie, eine zweite Kategorie, die hier „Jüdische Machtübernahme“ genannt werden soll und schließlich Dinters antisemitische Theorien zur christlichen Lehre. Im Roman selbst lassen sich diese drei Richtungen selbstverständlich nicht so klar voneinander trennen, sie verfließen oft ineinander, jedoch ist auch dort eine gewisse Thementrennung erkennbar. Sowohl Nicoline Hortzitz, als auch - in Anlehnung an deren Dissertation - Martin Gubser haben diese, wie letzterer es nennt, Argumentationsmuster in vier Typen geteilt: eine religiöse, eine wirtschaftliche, eine völkisch-nationale bzw. nationalistische und schließlich eine biologisch-anthropologische bzw. biologistische Kategorie. In der folgenden Diskussion fällt die völkisch-nationale bzw. nationalistische insofern weg, als dass sie weniger eine eigenständige Thematik im Roman bildet sondern vielmehr in alle anderen Gebiete mit hineinspielt und so eine eher übergeordnete Rolle innehält, also mehr das Fazit aus den drei anderen Argumentationsmustern ist.
 

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