Zu Aspekten räumlicher und zeitlicher Wahrnehmung

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GRIN Verlag, Jun 28, 2005 - Literary Criticism - 26 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: gut, Universität Potsdam (Institut für Germanistik), Veranstaltung: HS Metapherntheorie, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Wenn man weiter nachdenkt, könnte einem auffallen, dass wir täglich mit einer Raum- und Zeitbeziehungen beschreibenden Sprache operieren und somit in der Lage sein müssen, räumliche und zeitliche Konfigurationen sprachlich zu erfassen. Wir fragen beispielsweise nach einem Weg oder beschreiben jemandem einen eben solchen. Wir schildern Vorgänge, die sich an anderen Orten zu früheren Zeiten ereigneten. Wir erzählen Freunden von unserer Wohnung, beschreiben Bilder, Räume, Abläufe usw. und benutzen dabei noch eine metaphorisch strukturierte Sprache, „da unser Erleben und unser Alltagshandeln weitgehend eine Sache der Metapher ist.“ Die Überlegungen könnten zu dem hier noch sehr undeutlichen Befund kommen, dass der Mensch, da er von Raum und Zeit umgeben ist, gezwungen wird, diese kognitiv zu strukturieren und sprachlich zu verarbeiten. Dazu benutzt er, soweit die Forschung dies heute beurteilen kann, verschiedene sprachliche und kognitive Repräsentationsmodelle, um diese Raum- und Zeitbeziehungen zu erfassen, zu beschreiben und zu artikulieren. Einige wenige jener Modelle, welche sich letztlich alle in gewisser Weise aufeinander beziehen und in ihrer Gesamtschau ein erhellendes Licht auf die angesprochene kognitive und sprachliche Repräsentation werfen könnten, sollen in dieser Arbeit in ihren Grundzügen dargestellt werden. Dazu werden in einem ersten Abschnitt Aspekte der Beziehung zwischen Raum, Zeit und sprachlicher Abbildung angesprochen. Ein wesentliches sprachliches Mittel dieser Abbildung bilden deiktische Ausdrücke, welchen sich der zweite Abschnitt widmen soll. Um überhaupt zu einer Artikulation jener Beziehungen gelangen zu können, bedarf es der internen kognitiven Repräsentation von Räumlichkeit. Diese findet mit Hilfe kognitiver Karten statt. Deren Funktion und Wirkungsweisen sollen in einem dritten Abschnitt beleuchtet werden, um sich im vierten der Raum- und Zeitmetaphorik widmen zu können. Die Metapher wird hier nicht mehr in einem klassischen Sinne als rein sprachinternes Phänomen, sondern vielmehr als ein Element der Strukturierung und Implementierung von Wirklichkeit verstanden, welche eng an kognitive Prozesse gebunden ist und jene darzustellen vermag.
 

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Contents

Einleitung
2
Kognitive Karten
11
Raum und Zeitmetaphorik
17

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