Zu Funktion und Bedeutung dargestellter Naturelemente und Wetterphänomene auf Innen- und Außenleben der Figuren

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GRIN Verlag, Dec 5, 2006 - Literary Criticism - 23 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Universität Trier, Veranstaltung: Himatdichtung und Regionalliteratur, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Clara Viebigs Lebenswerk umfasst eine Vielzahl von Romanen und Novellen, welche bevorzugt in der von ihr zeitlebens als Heimat angesehenen Eifel ihren Schauplatz finden. Geboren in Trier, zog es die Schriftstellerin bereits in jungen Jahren in Großstädte wie Düsseldorf und Berlin. Dennoch blieb die landschaftlich idyllische Eifel ihr eigentliches „Zuhause“; sie entwickelte eine tiefe Liebe und Verbundenheit zur Natur und Schönheit dieser Landschaft, so dass sie diese auch als ihre eigene Heimat bezeichnete.1 Viebigs Nähe zur Natur und ihre exakte Beobachtungsgabe entwickelten sich vor allem während ausführlichen Wanderungen und Untersuchungsfahrten in die Eifel gemeinsam mit ihrem Onkel, dem Landgerichtsrat Mathieu, bei welchem sie eine Zeit lang zur Pension lebte.2 Aus ihrer grundlegenden Naturverbundenheit erklärt sich die bedeutende Rolle, welche Naturdarstellungen innerhalb ihrer Romane und Novellen einnehmen. Die Eindrücke, die sie in jungen Jahren in ihrer Heimat sammelte, wurden für Viebig die „Keime ihrer Werke“3. Zur Zeit ihres epischen Schaffens sowie auch in späteren Phasen wurde immer wieder versucht, die junge Schriftstellerin in eine der dominanten literarischen Strömungen einzuordnen. Man wurde sich selten einig, ob die Künstlerin nun dem Naturalismus angehöre, welcher eine direkte Darstellung von Wirklichkeit und Gegenwart ohne Beschönigungen anstrebte oder ob sie eher der Gegenbewegung, nämlich der Heimatkunst, zuzuordnen sei, welche das Leben auf dem Lande propagierte.4 Nach eigenen Angaben sah sich Viebig von beiden Richtungen beeinflusst5, ohne in eine feste Kategorie eingeordnet werden zu wollen. Schließlich beeinflusste sie noch ein weiteres Faktum: Der französische Realismus und seine naturalistische Kunstauffassung, welche sie durch die Lektüre von Emile Zolas Roman „Germinal“ kennen lernte, beeindruckten sie so sehr, dass sie sich dessen Art des Schreibens als Vorbild und Ziel setzte, „und sie sollte diese trotz verschiedener Modifikationen während ihres langen Schriftstellerlebens nicht mehr aufgeben“6.
 

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