Zu: Hartmann von Aue - "Der arme Heinrich": Die Entwicklungsstadien der Meierstochter anhand der Textgliederung Heinz Rupps

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GRIN Verlag, May 29, 2005 - Literary Criticism - 19 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: 2,5, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Meierstochter spielt in Hartmanns von Aue Der arme Heinrich eine zentrale Rolle. Obwohl vermieden wird, ihr einen Namen zu geben, nehmen ihre Monologe einen sehr großen Teil des Textes ein, ihre Entscheidung ist ausschlaggebend für den Verlauf der Geschichte. Die Geschichte um sie und ihren Willen, sich für Heinrich zu opfern, stellt eine eigenständige Binnenerzählung dar. Der Charakter des Mädchens stellt für viele Interpreten eine große Schwierigkeit dar. Nicht nur die Tatsache, dass sie anonym bleibt ist außergewöhnlich für eine mittelalterliche Erzählung. Auch ihre ständische Herkunft, es ist die Tochter eines einfachen Bauers, läßt sich nicht mit ihrer äußeren Erscheinung und ihrem tugendhaften Charakter verbinden. Seine Handlungen und ihre Intelligenz entsprechen nicht ihrer Herkunft, obwohl diese Entsprechung für die mittelalterliche Literatur eigentlich üblich war. Das mit der Meierstochter verbundene zentrale Thema der Aufopferung wird in der folgenden Arbeit analysiert. Dabei soll vor allem erläutert werden, inwiefern der Wille des Mädchens, für ihren Herrn zu sterben, von ihr durchdacht ist und ob es sich hierbei um einen Akt der Nächstenliebe handelt, oder ob ihre Absicht sich zu opfern in erster Linie das eigene Seelenheil als Ziel hat und sie somit vor allem aus egoistischen Gründen handelt. Hierbei wird vor allem auf die A-Fassung des Armen Heinrich Bezug genommen, wobei einige Vergleiche mit der B-Fassung gemacht werden müssen, um zu erläutern, welche anderen Möglichkeiten Hartmann für den Ausgang der Geschichte um die Meierstochter in Betracht gezogen hat. Um die verschiedenen Entwicklungsstadien der Meierstochter übersichtlich darzustellen und nachzuvollziehen, wird die folgende Analyse sich an der Textgliederung Heinz Rupps festmachen. Rupp gliedert den Armen Heinrich in drei, für die Entwicklung der Erzählung ausschlaggebende, etwa gleich lange Teile. Der zusätzliche vierte Teil besteht aus dem Schluss, der die Konsequenzen der vorhergegangenen Geschehnissen aufführt. Der Schlussteil fällt wesentlich kürzer aus, als die anderen Einteilungen.
 

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