Zu Martin Heideggers "Hebel – der Hausfreund" oder: Das verbauerte Universum

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GRIN Verlag, Nov 29, 2006 - Literary Criticism - 22 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Ruhr-Universität Bochum (Institut für Germanistik), 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Laut Heidegger existiert eine hohe Dichtung, deren, sie über jede gewöhnliche Literatur weit hinaushebende, Eigenschaft es ist, Werte und Inhalte zu transportieren, die hinter der bloßen Sprachaussage einen Schatz der Weisheit verbergen. Diese höchstzubewertende Literatur vermag zu helfen, das Wesen des Seins vermittelbar zu machen; zwischen den Worten teilt sie das Unsagbare mit. Den Sprachgeist der Literatur zu erwecken, die Texte gleichsam zur Sprache zu bringen, das ist Heideggers Anliegen. Als Beispiel für diese Art Vorgehen kann sein Aufsatz „Johann Peter Hebel – Der Hausfreund“ aus dem Jahre 1957 genannt werden. Hier bringt der Philosoph den Lesern einen Dichter näher, der seiner, ihm von Heidegger zugesprochenen Bedeutung nach, heutzutage kaum noch angemessen gelesen wird. Heidegger ergründet, wo und wie Hebels Werk das Wesen des Seienden offenbart, die Wahrheit über das Seiende mitteilt. Dies geschieht, indem er Hebel in einer literarischen Rolle vorführt: als dichterischen Hausfreund. Die vorliegende Arbeit soll die zentralen Themen des Heideggerschen Essays über Hebel erhellen. Dabei soll dargestellt werden wie Heidegger die Seins-Frage mit dem Hausfreund-Komplex verbindet. Gerade in Hebels dichterischer Demut liegt seine leuchtende Kraft, das erkennt Heidegger. Eben weil Hebels Werk in volkstümlich-bauernhafter Manier daherkommt, entdeckt Heidegger die in ihm ruhende Nähe zur Wahrheit. Mit Hebel erkennt Heidegger schließlich: „Sprache ist Sein“.
 

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