Zu Schiller's Wallenstein: Abraham's a S. Clara Antheil an d. Kapuzinerpredigt in "Wallenstein's Lager

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na, 1877 - 19 pages
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Popular passages

Page 17 - Helf Gott! Als zu einem Kreuz Sackerlot! Aber wessen das Gefäß ist gefüllt, Davon es sprudelt und überquillt. Wieder ein Gebot ist: Du sollst nicht stehlen. Ja, das befolgt ihr nach dem Wort, Denn ihr tragt alles offen fort. Vor euren Klauen und Geiersgriffen, Vor euren Praktiken und bösen Kniffen Ist das Geld nicht geborgen in der Truh, Das Kalb nicht sicher in der Kuh, Ihr nehmt das Ei und das Huhn dazu.
Page 14 - Die Christenheit trauert in Sack und Asche, Der Soldat füllt sich nur die Tasche. Es ist eine Zeit der...
Page 14 - Und alle die gesegneten deutschen Länder Sind verkehrt worden in Elender — Woher kommt das? Das will ich euch verkünden: Das schreibt sich her von euern Lastern und Sünden, Von dem Greuel und Heidenleben, Dem sich Offizier und Soldaten ergeben. Denn die Sünd ist der Magnetenstein, Der das Eisen ziehet ins Land herein.
Page 31 - Des Todes rührendes Bild steht Nicht als Schrecken dem Weisen und nicht als Ende dem Frommen. Jenen drängt es ins Leben zurück und lehret ihn handeln; Diesem stärkt es zu künftigem Heil im Trübsal die Hoffnung; Beiden wird zum Leben der Tod.
Page 4 - Ich denke, in der Gestalt, die er jetzt bekommt, soll er als ein lebhaftes Gemälde eines historischen Moments und einer gewissen soldatischen Existenz ganz gut auf sich selber stehen können.
Page 5 - Die Base, worauf Wallenstein seine Unternehmung gründet, ist die Armee, mithin für mich eine unendliche Fläche, die ich nicht vors Auge und nur mit unsäglicher Kunst vor die Phantasie bringen kann: ich kann also das Objekt, worauf er ruht, nicht zeigen, und ebenso wenig das, wodurch er fällt; das ist ebenfalls die Stimmung der Armee, der Hof, der Kaiser.
Page 8 - Weimar bestimmt ist und ich mir zu einer andern, die ordentlich gelten soll; noch Zeit nehmen werde, so habe ich kein Bedenken getragen, mein würdiges Vorbild in vielen Stellen bloß zu übersetzen und in andern zu kopieren.
Page 7 - Schlußformel, in Genasts Munde, vielleicht höchst erbaulich. S. die gezeichnete Seite p. 77. Es ist übrigens ein so reicher Schatz, der die höchste Stimmung mit sich führt.
Page 13 - Dudeldumdei! Das geht ja hoch her, bin auch dabei. Ist das eine Armee von Christen? Sind wir Türken, sind wir Antibaptisten ? Ist's jetzt Zeit zu Feiertagen? Zu Banketten und Saufgelagen? Quid hie statis otiosi? Was steht ihr und legt die Hand
Page 19 - So ein hochmütiger Nebukadnezer, So ein Sündenvater und muffiger Ketzer, Läßt sich nennen den Wallenstein, Ja freilich ist er uns allen ein Stein Des Anstoßes und Ärgernisses, Und solang der Kaiser diesen Friedeland Läßt walten, so wird nicht Fried im Land.

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