Zu: Theo Sundermeiers „Interreligiöse Hermeneutik“: Darstellung und Analyse aus religionspädagogischer Perspektive

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GRIN Verlag, Nov 10, 2005 - Religion - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Theologie - Religion als Schulfach, Note: 1,5, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Evang.-theolog. Seminar), Veranstaltung: Dem Fremden begegnen – nicht-christliche Religionen und religiöse Bewegungen als Thema des Religionsunterrichts, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Weltfrieden ohne Religionsfrieden undenkbar geworden ist. Es kann aber keinen Religionsfrieden ohne den Dialog zwischen den Religionen geben und wiederum keinen Dialog ohne genaue Kenntnis voneinander. Und obwohl wir heutzutage in einer Welt leben, in der das Nebeneinander von verschiedenartigen, teilweise kontroversen Überzeugungen, Weltanschauungen, Religionen und politischen Positionen selbstverständlich geworden ist, sind wir weit davon entfernt, zu wissen, wie wir dies bewerten und damit umgehen sollen. Gerade in der Schule, als dem Ort der individuellen Bildung und Erziehung, wird gewollt oder ungewollt interreligiöses, multikulturelles Zusammenleben praktiziert. Deshalb sind Fähigkeiten und Verhaltensweisen zu entwickeln, die ein Wechsel von gewachsener Identität und anzustrebender Verständigungsfähigkeit fördern. Da diese Bildungsaufgaben maßgeblich ethische und religiöse Dimensionen in sich schließen, muss sich im Speziellen die Religionspädagogik der Entwicklung interreligiöser Lernkonzepte widmen. In dieser Hinsicht soll zunächst das Modell der „interreligiösen Hermeneutik“ von Theo Sundermeier präsentiert und im Hinblick auf seinen Ertrag für den religionspädagogischen Einsatz analysiert werden. Dabei muss genauer eruiert werden, welche Möglichkeiten es für interreligiöses Verstehen überhaupt gibt und welche entwicklungspsychologischen Voraussetzungen der Schüler für eine Entfaltung der „interreligiösen Hermeneutik“ im Sinne Sundermeiers unerlässlich sind. An den Religionspädagogen werden dabei nicht nur fachliche und didaktische, sondern ebenso hohe persönliche Anforderungen gestellt, wenn er die Schüler in ihrer Identitätsentwicklung befähigen möchte, Sachverhalte richtig zu verstehen, sie ethisch zu beurteilen und zu toleranten Konsensbildungen beizutragen. Dabei soll die christliche Perspektive an Jesu Christi Wirken als dem Leitmotiv für Offenheit und Respekt im Umgang mit anderen Religionen elaboriert werden. Die Kompetenz der Perspektivenübernahme, die einen elementaren Teil der „interreligiösen Hermeneutik“ konstituiert, soll hierfür als wichtiges Lernziel für den interreligiösen Austausch definiert und expliziert werden, bevor die Arbeit mit einem Rückblick auf die gewonnenen Einsichten und einem Ausblick auf weitere Aufgaben interreligiösen Lernens zu demselben Fazit wie einem Zitat aus der Feder Johann Wolfgang von Goethes gelangt: „Dulden heißt beleidigen“.
 

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Alteritätsmodell anlässlich seines 60 Austausch authentisch Christen und Muslime christliche Religion Dialog und Mission Distanz eigene Glaubens eigene Identität eigene Perspektive eigene Religion Empathie Entwurf einer pluralitätsfähigen epoché Fähigkeit formuliert Fremden verstehen fremder Religionen friedlichen Zusammenlebens Friedrich Schweitzer gegenseitige gegenüber Gemeinsamkeiten lernen Gott Hamburger Perspektiven Hans-Georg Ziebertz Hermeneutik interkulturellen Verstehens hermeneutischem Zirkel Identifikation Identitätsentwicklung impliziert inneren Team interreligiöse Begegnung interreligiösen Hermeneutik interreligiösen Lernprozess Jesus Christus Jugendalter kognitiven Kommunikation Konvivenz und Differenz konvivialen kulturell Kulturen und Religionen Lernen im Religionsunterricht Menschen Muslime zwischen Dialog muss Perspektiven zur Religionsdidaktik Perspektivenübernahme Perspektivenunterscheider Perspektivenwechsel Phänomenebene Pluralismus pluralitätsfähigen Religionspädagogik Position praktische Hermeneutik Prinzip der Konvivenz Prozess der interreligiösen Relevanzebene Religionen und Kulturen religionspädagogischen Einsatz Religionswissenschaft im theologischen Rudolf Englert Sabbat schließlich Schüler Schulz von Thun soll sozialen Stammesreligionen Studienbuch Symbolebene Teammitglieds teilnehmende Beobachtung Theo Sundermeier theologischen Kontext Ulrich Schwab Umgang verschiedene verstehenden Missionswissenschaft Verstehensprozess Vielfalt in Gemeinsamkeiten vier Begegnungsmodelle vier Stufen Voraussetzungen Welt Xenologie Zeichenebene zunächst

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