Zum Rechtsanspruch von Universitätsabsolventen mit erstem juristischen Staatsexamen auf den Hochschulgrad Diplom-Jurist

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GRIN Verlag, 2007 - 58 pages
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Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Jura - Offentliches Recht / Sonstiges, 0 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Abhandlung "Zum Rechtsanspruch von Universitatsabsolventen mit erstem juristischen Staatsexamen auf den Hochschulgrad Diplom-Jurist" behandelt - in dieser Form wohl erstmalig und in einmalig - das aktuelle Dauerphanomen, dass an vielen deutschen Universitaten examinierten Rechtswissenschaftlern ein akademischer Titel aus althergebrachten und heute nicht mehr nachvollziehbaren Grunden vorenthalten wird. Seitdem es die zweiphasige Juristenausbildung gibt, wird deren Reform ebenso haufig wie fruchtlos diskutiert. Einen wesentlichen Kritikpunkt der gegenwartigen Juristenausbildung bildet die von den Studenten und vor allem den Referendaren kaum mehr sinnvoll zu bewaltigende Expansion des Rechtsstoffes, der Judikatur und der Literatur. Wohl auch daher gibt es zunehmend Juristen, die nach dem erfolgreichen Bestehen der ersten juristischen Staatsprufung direkt als Wirtschaftsjuristen in Unternehmen und Verbanden tatig sein wollen, ohne sich das harte Brot des Rechtsreferendariates und der grossen Staatsprufung anzutun. Schon Kotz hat sich vor einem Vierteljahrhundert fur den Titel des Diplom-Juristen" ausgesprochen. Erst kurzlich hat Derleder sehr plastisch formuliert, dass der fruher stets Unbenennbare, der das erste Staatsexamen bestanden hat" sich jetzt immerhin" als Diplom- Jurist bezeichnen durfe. Nun trifft dies zwar auf die meisten der Hochschulabsolventen zu, langst jedoch nicht auf alle. Es gibt immer noch eine ganze Reihe von Universitaten, die den Absolventen mit erstem Staatsexamen den Anspruch auf (Nach-)Diplomierung versagen. Das OVG Saarlouis hat zwar mit seinem wegweisenden Urteil vom 29.01.2001 festgestellt, dass der Nichterlass einer Diplomierungssatzung fur Juristen durch eine Universitat rechtswidrig ist: Den Vorteilen einer Diplomierungsordnung fur Juristen stunden keine Gemeinwohlbel"
 

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18 Rdnr 28 I HHG abgeschlossen Abwägung akademischen Grades akzessorischen AnwBl Arbeitsmarkt aufgrund einer staatlichen Auflage Bachelor berufliche Möglichkeiten Berufsfeld Berufsfreiheit berufsqualifizierendem Abschluß Berufsregelung Berufszulassungsrecht Beschl Bestehen der ersten BGBl Borgmann Bundesärzteordnung Bundesverfassungsgericht Bundesverwaltungsgericht BVerwG Dallinger u.a. dargelegt Diplom Diplomgrad auch aufgrund Diplomierung Diplomierungssatzung Diplomtitel DVBl Entscheidung erfolgreich Erlaß Ermächtigung erstem Staatsexamen ersten juristischen Staatsexamens ersten juristischen Staatsprüfung EwiR Früheinsteiger Gemeinwohlbelange Gesetzeszweck Gesetzgeber gesetzlichen Gewicht Gleichheitssatz Graduierung Grundrecht Hailbronner Hattenbauer Hochschule Hochschulgrad Diplom-Jurist Hochschulprüfung Hochschulrecht Hochschulstudium http://www.zimmerling.de/veroeffentlichungen/volltext/diplomjurist.htm Jung/Vec Juristinnen und Juristen juristischen Berufe Justizministerkonferenz Kommentar zum Hochschulrahmengesetz Kommentierung Landesrecht mehrstufigen Ausbildung Nachdiplomierung Nachteile Normgeber OVG Saarlouis Prümm Qualifikation Recht rechtlich Rechtswissenschaft Reform der Juristenausbildung Regelung reglementiert Schlütter staatlichen Prüfung Studenten Studienabschluß Studiengänge Studiums subjektiven Rechte Tätigkeit Titel Diplom-Jurist Universität Universitätsausbildung unverhältnismäßige Urteil Verleihung des Diplomgrades Verleihung eines akademischen VGH Kassel Volljuristen VwGO Wirtschaftsjuristen Zimmerling zweite juristische Staatsprüfung

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Page 49 - Recht nicht mehr ausgeübt würde (Vertrauenstatbestand) und sich infolgedessen mit seinen Vorkehrungen und Maßnahmen so eingerichtet hat, dass ihm durch die verspätete Durchsetzung des Rechtes ein unzumutbarer Nachteil entstehen würde.
Page 48 - Rechtsausübung bedeutet, dass ein Recht nicht mehr ausgeübt werden darf, wenn seit der Möglichkeit der Geltendmachung längere Zeit verstrichen ist (Zeitmoment) und besondere Umstände hinzutreten, die die verspätete Geltendmachung als Verstoß gegen Treu und Glauben erscheinen lassen (Umstandsmoment).
Page 19 - Richteramt erwirbt, wer ein rechtswissenschaftliches Studium an einer Universität mit der Ersten Staatsprüfung und einen anschließenden Vorbereitungsdienst mit der Zweiten Staatsprüfung abschließt.
Page 27 - Art. 12 Abs. l GG konkretisiert das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit im Bereich der individuellen Leistung und Existenzerhaltung und zielt auf eine möglichst unreglementierte berufliche Betätigung ab.
Page 45 - ... Einrichtung erworben haben und am Tag des Wirksamwerdens des Beitritts eine mindestens dreijährige Berufserfahrung besitzen, erwerben nach einer erfolgreichen Einarbeitungszeit von einem Jahr bei einem Gericht in dem in Artikel l Abs. l des Vertrages genannten Gebiet die Befähigung zum Berufsrichter. gg) Der Abschluß eines rechtswissenschaftlichen Studiums als DiplomJurist an einer Universität oder wissenschaftlichen Hochschule in dem in Artikel l Abs. l des Vertrages genannten Gebiet - mit...
Page 12 - an die in dem angefochtenen Urteil getroffenen tatsächlichen Feststellungen gebunden, außer wenn in bezug auf diese Feststellungen zulässige und begründete Revisionsgründe vorgebracht sind
Page 10 - GG hat der Bund das Recht, unter den Voraussetzungen des Art. 72 Rahmenvorschriften -zu erlassen über die Bodenverteilung und die Raumordnung.
Page 36 - Verleihung des Diplomgrades an Fachhochschulingenieure bringt es lediglich mit sich, daß weitere Träger des Titels Diplom-Ingenieur mit dem Beschwerdeführer in Wettbewerb treten; gegen eine mögliche neue Konkurrenz, die dem Beschwerdeführer infolge der Vereinheitlichung der Diplomgrade erwachsen kann, vermag jedoch Art. 12 Abs. l GG keinen Schutz zu gewähren.
Page 27 - Abschlusses, welcher den bisherigen Titelträgern keine Rechte nimmt, hat der Gesetz- und Verordnungsgeber seine ihm im Rahmen des Art. 12 Abs. l GG zur Berufsregelung zustehende Gestaltungsfreiheit nicht überschritten.

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