Zum Zusammenhang von Ironie und Bildung: Bildungstheoretische Untersuchungen zum romantischen Ironiebegriff bei und im Anschluss an Friedrich Schlegel

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GRIN Verlag, 2007 - 108 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Padagogik - Geschichte der Pad., Note: 1, Bayerische Julius-Maximilians-Universitat Wurzburg (Institut fur Allgemeine Padagogik - Lehrstuhl II), 118 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: These der Arbeit: Die Grundstruktur der Bildung entspricht der Grundstruktur der Ironie. Fragestellung: Welche Bedeutung hat die Ironie fur die Bildung des Menschen?, Abstract: Die Grundstruktur der Bildung entspricht der Grundstruktur der Ironie. Daher die Fragestellung: Welche Bedeutung hat die Ironie, insofern man ihre philosophischen, asthetischen und rhetorischen Spielarten berucksichtigt, fur die Bildung des Menschen?
 

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Contents

Einleitung
4
Der Begriff Ironie
10
Ironie als Methode
16
Fr Schlegels klassischidealistische Bildungsidee und romantische Ironie
32
Zum Zusammenhang von Ironie und Bildung bei Fr Schlegel
57
Die rhetorische Bildungsfunktion der Ironie im Anschluss an Fr Schlegel
77
Schlussbemerkung
92
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Popular passages

Page 81 - Romantisiren ist nichts, als eine qualitative] Potenzirung. Das niedre Selbst wird mit einem bessern Selbst in dieser Operation identificirt. So wie wir selbst eine solche qualitative] Potenzenreihe sind. Diese Operation ist noch ganz unbekannt. Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnißvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe so romantisire ich es...
Page 32 - Ich weiß nicht, aber mich dünkt, ich sähe zwei Wege um zur Wissenschaft der menschlichen Geschichte zu gelangen. Der eine, mühsam und unabsehlich, mit unzähligen Krümmungen, der Weg der Erfahrung; der andere, fast ein Sprung nur, der Weg der innern Betrachtung.
Page 66 - Es ist überaus merkwürdig, daß auf diese transzendentale Idee der Freiheit sich der praktische Begriff derselben gründe, und jene in dieser das eigentliche Moment der Schwierigkeiten ausmache, welche die Frage über ihre Möglichkeit von jeher umgeben haben. Die l Freiheit im praktischen Verstande ist die Unabhängigkeit der Willkür von der Nötigung durch Antriebe der Sinnlichkeit.
Page 36 - Dieser Wechsel des Ich in und mit sich selbst, da es sich endlich und unendlich zugleich setzt — ein Wechsel, der gleichsam in einem Widerstreite mit sich selbst besteht, und dadurch sich selbst reproducirt, indem das Ich unvereinbares vereinigen will, jetzt das unendliche in die Form des endlichen aufzunehmen versucht, jetzt, zurückgetrieben, es wieder ausser derselben setzt, und in dem nemlichen Momente abermals es in die Form der Endlichkeit aufzunehmen versucht...
Page 46 - Der wahre Zweck des Menschen, nicht der, welchen die wechselnde Neigung, sondern welchen die ewig unveränderliche Vernunft ihm vorschreibt, ist die höchste und proportionierlichste Bildung seiner Kräfte zu einem Ganzen.
Page 72 - Es ist gleich tödlich für den Geist, ein System zu haben, und keins zu haben. Er wird sich also wohl entschließen müssen, beides zu verbinden.
Page 44 - Ein recht freier und gebildeter Mensch müßte sich selbst nach Belieben philosophisch oder philologisch, kritisch oder poetisch, historisch oder rhetorisch, antik oder modern stimmen können, ganz willkürlich, wie man ein Instrument stimmt, zu jeder Zeit und in jedem Grade.
Page 37 - Alles Seyn, Seyn überhaupt ist nichts als Freyseyn - Schweben zwischen Extremen, die nothwendig zu vereinigen und nothwendig zu trennen sind. Aus diesem Lichtpunct des Schwebens strömt alle Realität aus - in ihm ist alles enthalten Obj[ect] und Subject sind durch ihn, nicht er d[urch] sie.

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