Zunahme privater Sicherheitsdienste: Chance oder Risiko?

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GRIN Verlag, Jun 17, 2009 - Law - 23 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Jura - Sonstiges, Note: "-", , Sprache: Deutsch, Abstract: Lange Zeit wurden private Sicherheitsdienste eher belächelt und als Modeerscheinung abgetan. War in den 80er Jahren noch das außenpolitische Feindbild im sozialistischen Ostblock zu suchen und die BRD innenpolitisch mit linkem Terror in Form der RAF, organisierter Kriminalität und politischen Randgruppen beschäftigt, so wurde nach dem Fall der Mauer, dem Zusammenbruch des Ostblockes und der Auflösung der RAF der Fokus der Öffentlichkeit recht schnell auf neue Feindbilder gelenkt. Nun traten unter anderem die Ghettobildung, verursacht durch bauliche Fehlplanungen der 60er und 70er Jahre, die sich schon lange abzeichnenden Probleme der Massenarbeitslosigkeit, illegalen Einwanderung und Obdachlosenzunahme, aber auch der Drogensucht und der damit zusammenhängenden Beschaffungskriminalität ans Licht. Die durch die Gesellschaft in Form der Neukriminalisierung definierten Verhaltensweisen, aber auch die Sorge um Werte wie die öffentliche Sicherheit und Ordnung, trugen und tragen dazu bei, das ein Unsicherheitsgefühl bei den Bürgern gefestigt wird. Auch aus aktuellem Anlass -am Beispiel der Rütli Schule in Berlin- nimmt die Angst der Menschen vor zunehmender Kriminalität und Gewalt an Schulen, auf öffentlichen Plätzen aber auch im häuslichen Bereich immer mehr zu. Alle diese Faktoren beeinflussen das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger und tragen zum Siegeszug privater Sicherheitsunternehmen bei. Angesichts dieser Ausgangssituation hat sich in den letzten Jahren der Wirtschaftszweig der Sicherheitsbranche so stark ausgebildet, dass Dieser mittlerweile nicht mehr zu vernachlässigen ist. War die Zahl der privaten Sicherheitsdienstleister in den alten Bundesländern 1984 mit 620 Unternehmen noch recht überschaubar, so waren laut Statistischem Bundesamt 1998 schon 1 850 Firmen dieser Branche gemeldet. Das wirtschaftliche Potential lässt sich dabei an der Umsatzsteigerung von 1,4 Mrd. DM im Jahre 1984 zu ca. 5Mrd. DM 1998 leicht erahnen. Im Jahre 2003 umfasste das Wach- und Sicherheits-Gewerbe schon 2825 Betriebe mit ca. 175 000 Beschäftigten und erzielte ca. 4 Mrd. € Umsatz. Es standen 2003 also ca. 175 000 Mitarbeiter privater Sicherheits-unternehmen ca. 270 000 Polizeibeamten/innen gegenüber. Im Folgenden wird die Arbeit dieser Unternehmen kritisch beleuchtet und es werden sinnvolle Ergänzungen zur Polizeiarbeit aufgezeigt.
 

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Contents

Hinführung zum Thema
2
Rechtliche Situation
3
22 Private Sicherheitsdienste
5
Einsatzgebiete von PSD in der Praxis
8
32 öffentliche Verkehrsmittel
9
Kooperation mit der Polizei
10
Fazit
12
Quellenverzeichnis
14
Anlage 1
15
Anlage 2
i
Anlage 3
iii
Anlage 4
iv
Anlage 5
v
Anlage 6
vi

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Common terms and phrases

2.2 Private Sicherheitsdienste 2.2.2 Eingriffsbefugnisse PSD 3.1 öffentlicher Raum 3.2 öffentliche Verkehrsmittel 34a GewO allerdings Amtsträger Anlage-5 Ausbildungsberuf Bahnpolizei BDWS beispielsweise Bereich bestreifen Bewachung BGS und BSG Broken Windows Broken-windows-Theorie Broken-Windows"-Paradigma BSG-Angestellten Bundesamt Bundeswehr Bürger City-Streifen DB-AG Deutsche Bahn Einlassbereich von gastgewerblichen Einsatzgebiete von PSD Euskirchen Fachkraft für Schutz Fahrgastkontrollen file://localhost/D:/Polizei/P%2026%20b/Hausarbeit/sicherheitsdienste_stadt.html Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 1999 gastgewerblichen Diskotheken genannte Jedermannsrechte George Kelling geringfügig sozialschädliches Verhalten Gewaltmonopol Gewerbeordnung Hamburger Innenbehörde Hausrecht IHK-Geprüfte Werkschutzfachkraft IHK-Prüfung Jahre Juristische Wochenschrift 1984 Kontrolleure Kontrollgänge Kontrollgänge im öffentlichen Kriminalität Kriminologisches Journal 1996 Landespolizei Legalitätsprinzip neuen Bewachungsgewerberechts neuen Präventionsansatz Oberlandesgericht öffentlichen Plätzen Öffentlicher Personennahverkehr Ordnungswidrigkeiten Ostblock pflichtgemäße Ermessen Polizei der Gesellschaft Polizeibeamten private Sicherheitsdienstleister privaten Sicherheits-unternehmen Rechtliche Situation rer.soc S-Bahn Sachkundenachweis Sachkundeprüfung Schusswaffen Schutz vor Ladendieben Sicherheitsakademie Sicherheitsbranche Sicherheitsgewerbe Sicherheitsunternehmen sowie Soziologie der Inneren SPolG StPO Stunden à 45 tatsächlich öffentlichem Verkehr taz Berlin taz Hamburg Unternehmen Unterrichtung VDP Verlag Verwaltungsrecht 1999 Wachpersonal Waffengesetzes zuständige Behörde

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