Zurück zum Kunden. Wie die Musikindustrie durch kundenorientierte Innovation eine neue Wertschöpfung erreichen kann

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GRIN Verlag, Oct 20, 2008 - Business & Economics - 61 pages
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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media, Note: 1,0, Popakademie Baden-Württemberg GmbH, 50 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Musikindustrie befindet sich in einer anhaltenden Krise. Seit dem Jahr 2000 verlor die deutsche Tonträgerbranche rund 35 Prozent ihres Gesamtumsatzes. Auch im Jahr 2006 konnte die Branche das Vorjahresniveau nicht halten und verlor erneut 2,4 Prozent ihres Vorjahresumsatzes. Die Zahl der sogenannten Major-Labels, der größten, weltweit operierenden Musikkonzerne, verringerte sich durch die Fusion von Sony und BMG im Jahr 2004 auf lediglich vier, und zum 1. August 2007 wurde auch die EMI, der letzte unabhängige der verbleibenden Majors, an den Finanzinvestor Terra Firma verkauft. Die deutsche Landesgruppe der IFPI nennt als Hauptgrund für den anhaltenden Umsatzrückgang illegale Kopien und Internetangebote. Über die letzten Jahre versuchte die Tonträgerindustrie, illegale Kopien mittels Kopierschutzsystemen einzudämmen und durch digitales Rechtemanagement, kurz DRM, zu regulieren. Diese Systeme stehen jedoch in der Kritik, vor allem weil sie dem Verbraucher keinen Mehrwert gegenüber der illegalen Digitalkopie bieten. Von ihren Kritikern wird der Musikindustrie vorgeworfen, sie hätte viel zu spät auf die Einführung neuer Informationstechnologien Ende der 1990er Jahre reagiert, den Einstieg ins digitale Geschäft verpasst und ihren Kunden jahrelang keine funktionierende Alternative zum illegalen Download angeboten. Die Führung in der Vermarktung von Musikdownloads übernahmen andere. So vermeldete der Hardwarehersteller Apple am 31.07.2007, er habe inzwischen mehr als drei Milliarden Songs über seine Download-Plattform iTunes verkauft. Diese Zahl bestätigt die beherrschende Stellung von Apple in diesem neu entstandenen Marktsegment; der Technologiekonzern aus Cupertino festigt zunehmend seine Vormachtstellung als Anbieter für digitale Musikdownloads aufgrund der Bindung der mit Abstand größten Musikdownload-Plattform ans hauseigene Fairplay-DRM-System, welches nicht an andere Anbieter lizenziert wird. Die Musikbranche selbst scheiterte mehrmals bei dem Versuch, ein eigenes Download-Angebot auf die Beine zu stellen, und findet sich heute in der wenig komfortablen Lage eines Content- Lieferanten wieder, dessen Produkt von Dritten primär als Vehikel für den Hardwareverkauf genutzt wird.
 

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