Zur Bedeutung des biographischen Wandlungsprozesses für die Pädagogik

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GRIN Verlag, 2007 - 56 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Padagogik - Padagogische Soziologie, Note: Eins, Philipps-Universitat Marburg (Institut fur Erziehungswissenschaft), Veranstaltung: Studienbegleitende Hausarbeit fur die Diplomprufung, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: In der heutigen Zeit wird es aufgrund der Endtraditionalisierung und Individualisierung fur jeden Menschen erforderlich, sein Leben selbst zu gestalten. Biographie kann als lebenslanges Projekt verstanden werden, mit der Moglichkeit der freien Lebensgestaltung, aktiv und selbst organisiert, ohne sich jedoch aus dem Rahmen der gesellschaftlichen Interdependenzen zu bewegen., Abstract: In der heutigen, modernen Zeit wird es aufgrund der Endtraditionalisierung und Individualisierung fur jeden Menschen erforderlich, sein Leben selbst zu gestalten. Biographie kann fur den Menschen als lebenslanges Projekt verstanden werden mit der Moglichkeit der freien Lebensgestaltung, aktiv und selbst organisiert, ohne sich jedoch aus dem Rahmen der gesellschaftlichen Interdependenzen zu bewegen. Eine so genannte Biographisierung ruckt zunehmend in den Mittelpunkt padagogischer Betrachtung. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist demzufolge, diesen biographischen Wandlungsprozesses und seine Bedeutung fur die Padagogik genauer zu betrachten. Dabei ist zunachst eine Einordnung der Begrifflichkeiten in ihren theoretischen Zusammenhang von Bedeutung, die mit einer Beschreibung der allgemeinen Grundlagen zur Beziehungsentwicklung von Padagogik und Biographieforschung die Grundlage fur weitere Ausfuhrungen bildet. An diese Darstellung schliesst sich die Vorstellung der Methodik in der Biographieforschung an. Das narrative Interview ist beispielhaft gewahlt, da es den Kontext und die Ziele der Biographiearbeit umfassend verdeutlicht. Auf dieser Grundlage setzen sich die weiteren Ausfuhrungen mit dem biographischen Wandlungsprozess grundsatzlich auseinander, gehen der Frage nach, welche Kriterien biographische Wandlungsprozes
 

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Contents

Begriffsklärung
3
Das narrative Interview als exemplarische Methode
8
Der biographische Wandlungsprozess
12
Schlussbetrachtung
19
Copyright

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Common terms and phrases

allgemeinen Pädagogik Art der Bewältigung Art des Lernens Bateson Bedeutung des biographischen Bedingungen subjektiver Erfahrung Begriffe Biographie Beziehungsentwicklung von Pädagogik beziehungsweise Biographie und Lebensgeschichte biographische Prozess biographischen Wandlungsprozesses Biographischer Transformationsprozess curricularen Situation Darstellung darzulegenden Bedingungen subjektiver definiert Ecarius einzelnen darzulegenden Bedingungen entwickelt Entwicklung des eigenen Entwicklungsaufgaben Entwicklungsphasen und krisen Ereignisse Erkenntnisstruktur der allgemeinen Erlebnisse erlebte Lebensgeschichte Erzählung Erziehung erziehungswissenschaftliche Konzepte Fähigkeitsstufen Fazit Abschließend lässt Forschungsansatz zur Datenerhebung gelebten Lebens Geschichte Gestaltung von Bildungsprozessen Grundlagen zur Beziehungsentwicklung hinsichtlich der Bezüge individuellen Individuum im Laufe Interviewpartner Interviewtechnik Kontext kritische Lebensereignisse Leben und Lernen lebensgeschichtliche Erfahrungen lebensgeschichtliche Lernen Lebensgeschichtliche Lernprozesse Lebenslauf Lebenssituation Loch Marotzki Maße dem Prinzip Menschen menschliche Individuum Methode der Biographieforschung narrative Interview offenen Interviews Offenheit gerecht Pädagogik GRIN Verlag Pädagogik und Biographieforschung Pauls Zur Bedeutung Prinzip der Kommunikation Prozess zu vollziehen qualitativer Forschungsansatz Rahmen dieser Hausarbeit Schulze sensible und erzählgenerierende sozialwissenschaftliches Erhebungsverfahren subjektiver Erfahrung richtet Technik des offenen Wandlungs Wolfram Pauls

Popular passages

Page 8 - Das narrative Interview ist ein sozialwissenschaftliches Erhebungsverfahren, welches den Informanten zu einer umfassenden und detaillierten Stegreiferzählung persönlicher Ereignisverwicklungen und entsprechender Erlebnisse im vorgegebenen Themenbereich veranlaßt
Page 8 - 1. Raum zur Gestaltentwicklung, 2. Förderung von Erinnerungsprozessen, 3. Förderung der Verbalisierung heikler Themenbereiche, 4. eine zeitliche und thematisch offene Erzählaufforderung, 5. aufmerksames und aktives Zuhören, 6. sensible und erzählgenerierende Nachfragen, 7. Hilfestellung beim szenischen Erinnern.
Page 3 - Lebensablauf, seine historischen und gesellschaftlichen Bedingungen und Ereignisse einerseits und die innere psychische Entwicklung des -»Subjekts andererseits in ihrer wechselseitigen Verwobenheit darstellt.
Page 9 - Voraussetzungen werden als die wesentlichsten dargestellt und diskutiert: - „in der Sozialisation internalisierte Muster zur Gestaltung der biographischen Präsentation, die dazu notwendigen kognitiven Kompetenzen und eine biographische Notwendigkeit zur Erzählung; - eine erlebte Lebensgeschichte mit einem gewissen Ausmaß an biographischen Handlungsspielräumen und Wechseln in der Lebensführung; - die Kongruenz von erlebter Lebensgeschichte und biographischer Gesamtevaluation; - ein nicht 'zerstörter
Page 5 - Die Volkstümlichkeit ist zwar als Anlage gegeben, die sich von selbst entwickelt, aber nicht so, daß die Einwirkung durch Erziehung überflüssig wäre; die persönliche Eigentümlichkeit aber kann keineswegs willkürlich aufgepfropft werden, sondern man kann nur den Indizien, welche allmählich sich manifestieren, nachgehen.
Page 16 - Lernen I baut auf Lernen 0 auf und beinhaltet eine Form des Lernens, in der schon Korrekturen in der Auswahl innerhalb einer Anzahl von Alternativen vorgenommen werden können.
Page 6 - Ausbildungsgänge"12, zum anderen die „Ausdehnung pädagogischer Tätigkeiten über die Alterstufe der Kindheit und Jugend hinaus in der beruflichen Fort- und Weiterbildung, in der Erwachsenenbildung, in der Sozialarbeit und Heilpädagogik und in der Altenbetreuung auf das gesamte menschliche Leben"13 14 konstituieren.
Page 14 - Ihr zentrales Lernziel, das Erziehung von Nicht-Erziehung unterscheidbar macht, besteht darin, den Lernenden zur Selbständigkeit beim Lernen und Handeln zu verhelfen."52 Vgl.

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