Zur Interdependenz von Aggression und Identitätsentwicklungsstörungen bei Jugendlichen - Theoretische Überlegungen und Fallbeispiel

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GRIN Verlag, Mar 11, 2008 - Education - 85 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Psychologie, Note: 1,5, Universität Augsburg (Philosophische Fakultät), 59 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Studie des Pädagogen Markus Ternes greift die Bedingungsböden der zunehmenden Amokläufe Jugendlicher auf und identifiziert diese Gewaltakte als „antizivilisatorische Momente“ einer Gesellschaft zwischen Reflexion und Neuorientierung. Ternes zentrale Frage ist die These des Zusammengangs zwischen der gestörten Identitätsentwicklung Jugendlicher und ihrem hochaggressiven Verhalten. Dazu verfolgt er einen multifaktoriellen Ansatz und thematisiert neben Einflussgrößen der frustrationsbedingten Aggression, dem Lernen am Erfolg, vor allem ein identitätsschwächendes Erziehungsverhalten als Ursachenmoment hoher Aggression. Zunächst klärt der Verfasser zentrale Begriffe und stellt wesentliche Theorien zur Identitätsgenese und Aggressionsentwicklung vor. Sein Ausgangspunkt bildet die Entwicklungstheorie nach Erikson, an die sich die soziologische Perspektive des Symbolischen Interaktionismus Meads anschließt. Die Persönlichkeitstheorie nach Rogers ergänzt die Überlegungen. Die Reflexion der Patchwork-Identität Keupps fließt in die Betrachtung der Methode biographischer Selbstreflexion nach Gudjons über. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese nach Dollard liefert die Überleitung zur Diskussion pädagogischer Erklärungsansätze, die einen wichtigen Teil der Analyse einnehmen. Eine Zusammenfassung zur Interdependenz von gestörter Identitätsentwicklung Jugendlicher und ihrem hochaggressiven Verhalten umrahmt die theoretische Aufgliederung. Im dritten Kapitel stellt Ternes seinen Praxisfall vor. Hierbei greift er auf Erfahrungen der strafjustizlichen Betreuungspraxis zurück. Seine Fallvorstellung geht der Frage nach, ob es mittels einer identitätsstärkenden biographischen Selbstreflexion gelingen kann, die straffällige Bettina zu einer Art inneren Umkehr zu bewegen. Im Resümee des vierten Kapitels reflektiert der Autor warum die fragmentierte Identität einer Jugendlichen durch die Verkettung unglücklicher Umstände, nicht zu einem positiven Selbst reifen konnte.
 

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Aggres Aggression aggressivem Verhalten Jugendlicher aktives Alkohol Anne-Marie und Reinhard Ansatz antisoziale Aggression Bandura bedeutsam Behaviorismus Beispiel beispielsweise Bettina Bewusstsein Beziehungen biographische Programmierung biographische Selbstreflexion Carl Rogers Chancen Demnach Demzufolge Dimension Drogen Echtheit eigene Grafik Einschätzung Einzelnen Eltern emotionale Emotionen Empathie Entstehung aggressiven Verhaltens Entwicklung Erik Erikson Erikson Freud Friedrich Hacker Frustration Gefühle gendlichen George Herbert Mead Gesellschaft Gespräche Grunde Gudjons Handeln Handlungskompetenz Hintergrund Hyperaktivität Identi Identität Identitätsentwicklung Identitätsgenese Identitätsstörung Identitätsverunsicherung immanent individuelle Individuum Interpersonale Interaktion Interpretation Josef Rattner Keupp Kind Kommunikation Kompetenz könnte konstruktive Kontingenzphänomen Krapp & Weidenmann Kraußlach lebensgeschichtlicher Lebenskreisschema Lernen Lernen am Modell Lerntheorie lich Madita Mead Menschen menschliche mittels Modell Moderne möglich nachvollziehbar Negative Erziehung Nolting pädagogischer Intervention Person Prozess Rahmen Rattner Reinhard Tausch Rogers Rollenübernahme rung Selbstbild Selbstkonzept somit sowie soziale Strukturen Täter-Opfer-Ausgleich Tausch & Tausch Theorie Todestrieb Treibel Triebtheorie Überlegungen unsere Urvertrauen Vater Verhaltensmuster Verhaltensweisen versuche Verunsicherung Wendepunkte Wertschätzung wieder zentraler Zusammenhang zwischenmenschlicher

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