Zweiundfünfzig ungedruckte balladen des 16., 17. und 18. jahrhunderts

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G. J. Göschen, 1874 - Ballads, German - 196 pages
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Page 178 - Falle nah, Könnt euch hier noch wen'ger nützen. Höret, was mein Mund noch redt, Euch zu Nutzen es zu machen: Ihr Franzosen mischt euch nit Überall in fremde Sachen. Sonsten wird. Wie sich'B gebührt Euer Fürwitz abgeführt, Und man thut euch schier auslachen.
Page 176 - Daß den Zorn ihr niederschwenket. Weilen Prinz Eugenius Euch hat wiederumb geschlagen, Giebet euch das sehr Verdruß, Müsset Spott nach Hause tragen. Meint ihr gleich, Er weiche euch, Wäre lang nit Euresgleich, Kann er's euch schon anders sagen.
Page 171 - Göcker ('Hahn') nit krähen hören und willst der Nürnberger Stadt verstören? Geh, laß dich geigen heim! Einem etwas heimzahlen 'es ihm rächend vergelten
Page 64 - Da kam ein starker Donnerschlag, Wie Nacht so schwarz ward da der Tag — Ward da der Tag ^ ward da der Tag. Das Schloß versank im Erdengrunde, Der Teufel schrie mit feurigem Munde: „Sollt ruhn und rasten nicht Tag, nicht Stunde, Bis ihr versponnen eu'r eisgraues Haar, Bis abgelaufen dreihundert Jahr — Dreihundert Jahr — dreihundert Jahr!
Page 105 - Und greifst und streichst nach Arte? Darzu die Liedlein bringest für Mit rechter Zier und schön Manier, Bald prausig und bald zarte?"" „Kannst geigen drauf denn solcher G'stalt, Daß jeglich Fuß gleich mit Gewalt Muß tanzen zu der Geigen? He Freund, das kannst du lang noch nit, Sonst hättest du vor Hunger Fried, 105 „„Ja wer das könnt, das war schon recht, Doch ist das nur ein Märlein schlecht, Kann's keine Geigen erzwingen.
Page 63 - Todten bei den Haaren, Bei ihrem schneeweißen Lockenhaar, Und stürzte die Leiber in den Brunnen gar — In den Brunnen gar — in den Brunnen gar. In ihrer Hand verblieben die Locken. Da läuteten traurig alle Glocken; Zwei Schwestern wandten sich um erschrocken, Die Jüngste wand mit ihrer Hand Die schneeweißen Locken um's Spinbelband — Um's Spindelband — um's Spindelbanb.
Page 110 - Da hüben all zu tanzen an, Die sich geschlagen Fraun und Mann, Es schwichtet sich das Streiten. Der Teufel aber schrie: „Auweh! Daß ich dich Spielmann wiedrum seh, Hab mich mit dir betrogen. Halt ein, halt ein! Ich geb dich frei, Was du willt haben, es soll dir sehn!
Page 115 - Die so des Wegs gekommen sind, Die kehrten um da ganz geschwind, Wollt keiner in solch Rumoren; Da ließ der Spielmann ab vom Spiel, Der Teufel fluchte auf ihn scheel: „Hab Alles nun verloren!
Page 109 - Wollt ich so Gast verlieren?"" Es kamen noch der Gäste viel, Sie saßen die Nacht bei Schlemmen und Spiel, Mit Würfel und mit Karten; Viel lose Weiber auch darbei, Die trieben Schelmenstucke frei, Nach sonderlichen Arten. Der Teufel saß auch mit zu Tisch, Und würfelte und spielte frisch, Thät recht ankuraschicren ; Er trug ein », I...
Page 106 - Da sprangen die Saiten nit mehr ab Sie klingen laut und helle. Dem Spielmann fuhr es in die Bein, Er tanzte lustig einen Reihn, Recht wie ein Kreisel schnelle.

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