"amici diem perdidi" - Zum Kaiserbild des Titus bei Sueton

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GRIN Verlag, Aug 2, 2005 - History - 21 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Seminar für Alte Geschichte und Epigraphik), Veranstaltung: PS: Imperium der Flavier, 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung: Methodik und Fragestellung Das Bild des Kaisers Titus, wie es bis heute die Geschichtswissenschaft bestimmt und wie es in zahlreichen musikalischen und literarischen Bearbeitungen über den princeps erhalten ist, hat seinen Ursprung in dessen Biographen Sueton. Kaum ein anderer Kaiser ist seiner Nachwelt - von der Antike bis zur Moderne – als derart idealtypischer Herrscher in Erinnerung geblieben. Güte und Milde gelten als Titus‘ sprichwörtliche Eigenschaften – und das, obwohl die Quellen zugleich von Grausamkeit und exzessivem Lebenswandel seiner Jugendjahre berichten. Und selbst bis heute schmähen jüdische Besucher Roms den Triumphbogen des Titus als Sinnbild der Vernichtung ihrer religiösen Grundlage. So scheint jene überlieferte Milde und Güte verwunderlich, bedenkt man zudem, daß Titus nur 2 Jahre, 79 bis 81 n. Chr., regiert hatte. Konnte man sich in so kurzer Zeit ein umfassendes Bild von ihm machen? Auch bleibt Sueton bis heute die einzige ausführliche Quelle, die über die Person des Herrschers berichtet. Vergleichsmöglichkeiten fehlen größtenteils. Es scheint daher ratsam, noch einmal ad fontes zu gehen und einen genauen Blick auf Suetons Divus Titus zu werfen. Dieser Aufgabe möchte sich die folgende Untersuchung widmen. Hierzu soll im Vorfeld zum einen die entscheidende literarische Quellenlage zu Titus geklärt, zum anderen ein Abriß über Leben und Werk des Kaisers gegeben werden - in zwei Kapiteln, welche die ambivalente Darstellung des Titus deutlich machen. Eine dritte Präsentation beschäftigt sich mit Sueton als Person und dem Stellenwert seines Werkes. Die anschließende Analyse und Auswertung des Divus Titus soll sich den folgenden Fragen widmen: 1. Wie stellt Sueton Titus dar? Ist jene Darstellung seitens der Nachwelt, speziell der Forschung, richtig wiedergegeben worden? 2. Welches Bild von Titus bietet sich dem Leser und was kann man hieraus über die historische Person Titus sagen? Ist Suetons Darstellung an der Person verifizierbar? 3. Was bedeutet jenes Kaiserbild für die zukünftige Wirkungsgeschichte? Wie ist Suetons Divus Titus rezipiert worden?

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