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Popular passages

Page 511 - Stunden 42« (33 Liter) Stickgas ausgeschieden haben soll, ansehnlich mehr als in dieser Zeit im Harn und Koth sowie im Futter enthalten ist. Diese grosse Stickstoffmenge ist entweder von aussen eingedrungen oder vielleicht auch zum Theil vom Thier in den Körperhöhlen mitgebracht worden. Bei Gelegenheit von neueren Respirationsversuchen an kleineren Thieren, welche mit allen Hilfsmitteln aufs sorgfältigste angestellt worden sind, musste man die Frage nach einer Aenderung des Stickstoffs unentschieden...
Page 517 - Hessen wir uns einen Gasometer, welcher etwa 15 Liter fasste, sowie eine kupferne Retorte ganz nach den Principien von Seegen und Nowak herstellen, brachten an allen Verbindungsstellen Quecksilberverschlüsse an, gossen auf das Wasser im Gasometerbassin eine 4 cm hohe Schichte Rüböl , entwickelten den Sauerstoff aus einem Gemenge von chlorsaurem Kali und Braunstein, der keinen Stickstoff enthielt (was, wie wir später noch zeigen werden, durchaus nicht immer der Fall ist). Das frisch bereitete...
Page 513 - Reg n au 1 1 und Reiset durchschnittlich gefunden hatten, wornach es den Anschein gewinnt, als ob bei letzteren Forschern Stickstoffgas aus der Atmosphäre in den Apparat nicht nur nicht eingetreten, sondern aus ihm sogar Stickstoff verloren worden wäre, oder als ob sie sorgloser wie jene gearbeitet hätten. Im Nachfolgenden wollen wir nun prüfen : 1. ob die Diffusion zwischen dem in einem mit einer Oelschicht gesperrten Gasometer aufbewahrten Sauerstoff und dem in der umgebenden Luft vorhandenen...
Page 508 - Prüfung der von Seegen und Nowak gemachten Angaben eingehen zu sollen. Es bedienen sich heutzutage leider Manche in ihren kritischen Publikationen gegen Andere einer Sprache, die der Wissenschaft keinen Nutzen, sondern ihrem Zwecke, der Erkenntniss der Wahrheit, nur Schaden bringt. Es ist daher gewiss sehr zu wünschen , dass diese Art und Form der Polemik verschwinde ; wir wenigstens werden selbst auf die gröbsten Angriffe , zu welchen auch die Auslassungen der Herren Seegen und Nowak gehören,...
Page 507 - Jahre 1879 l ) eine Abhandlung erschienen, in welcher einestheils behauptet wird, dass wegen der Ungenauigkeit der Bestimmung der Stickstoffeinnahmen (mittels der Methode von Will-Varrentrapp) die alleinige Ausscheidung des Stickstoffs im Harn und Koth nicht erwiesen sei, ja sich vielmehr bei richtiger Ermittlung des Stickstoffgehalts der Nahrung in den betreffenden Versuchen ein nicht unbeträchtliches Stickstoffdeficit ergebe, anderntheils versucht wird, die Ausscheidung von gasförmigem Stickstoff...
Page 524 - Gewicht; Versuchsdauer 72 Stunden ; Versuchsraum 343 Liter fassend; Futter: Semmel mit Milch und etwas Fleisch. Wie bei dem vorigen Versuch wurde eine Probe der in den Kasten eintretenden Luft (427,1 Liter) und die ganze aus dem Athemraum ausgesaugte Luft (68707,7 Liter) durch Salzsäure geleitet, um das Ammoniak abzufangen. Es wurde erhalten: [1881. 3. Math.-phys. Cl.] 20 in der inneren Luft . . . 0,21037 g Ammoniak in der äusseren Luft ... 0,169 „ von dem Thiere 0,041 g Ammoniak1) = 0,034 Stickstoff.
Page 536 - ... Kastens an verschiedenen Stellen die Temperatur nicht die gleiche ist, so ist dies noch viel weniger möglich in der langen Leitung, in welcher die Luft in Röhren bewegt und durch Flüssigkeiten geleitet, ja an einer Stelle sogar geglüht wird. Die stark erhitzte Luft tritt bei dem Apparat von Seegen und Nowak in eine mit Wasser gefüllte Kühlvorrichtung, worin sie aber schwerlich ganz abgekühlt werden kann. Sie gelangt nach dem obigen Versuche wahrscheinlich noch sehr heiss in den Athemraum...
Page 462 - Ba enthielt; wahrscheinlich war die Reinigung nicht hinlänglich genug. Obwohl der Verf. beim Beginn seiner Versuche zu der Annahme geneigt war, dass aus den Blut bildenden Substanzen sich das Leichenwachs bildet, so ist er nach Vollendung derselben vielmehr der Meinung, dass nur das im Körper vorhandene Fett das Adipocire abgebe, ja dass sogar ein kleiner Theil des ursprünglichen Fettes bei der Fäulniss verloren gehe, indem er an der Zersetzung des faulenden Fibrins Theil nehme. Die Umbildung...
Page 516 - Tubnlus des Gasometers und das Seitenrohr am Manometer geschlossen , während der Hahn am Gasometer geöffnet blieb. In dem Maasse nun, als Kohlensäure vom Oel aufgenommen und an das darunter befindliche Wasser abgegeben wurde , musste die Druckdifferenz zwischen der Kohlensäure im Gasometer und der umgebenden Atmosphäre wachsen. Die Beobachtung begann Mittags 11 Uhr 20 Minuten; die folgende Zusammenstellung zeigt, wie rasch und anhaltend die Absorption der Kohlensäure erfolgte: - . Druckdifferenz...
Page 281 - Poleck haben den experimentellen Nachweis erbracht, daß bei der Vergiftung mit Kohlendunst, worunter man die durch unvollkommene Verbrennung von Kohlen veränderte Zusammensetzung der atmosphärischen Luft eines abgeschlossenen Raumes zu verstehen hat, eine beträchtliche Abnahme des Luftsauerstoffes und eine Anreicherung der Kohlensäure stattfindet. Der Sauerstoff wird durch Kohlensäure verdrängt und diesem geänderten Gasgemenge sind wechselnde Mengen von CO beigemengt. Die mittlere Zusammensetzung...

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