Sophokles Elektra erklärt

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B. G. Teubner, 1896 - Greek drama - 310 pages
 

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Page v - ... Einzelnen auf das Ganze darzustellen. Der Commentar zu Sophokles Elektra (1896) erklärte der gangbaren Sophokleskritik den Krieg und lehrte, indem die Exegese des Einzelnen auf die des Kunstwerks gerichtet war, Sprache und Stil eines großen Dichters verstehen. 'Die Emendation', heißt es in der Vorrede, 'ist eine seltene Blume, die wenn irgendwo auf dem Felsen der Interpretation wächst'.
Page 224 - Lied: >Es kann ja nicht immer so bleiben, hier unter dem wechselnden Mond!< Das machte mich unruhig.
Page 128 - Was der Chor sagt ist von geringem Belang, dem Inhalte nach ähnlich wie Antig. 724, es kommt mehr darauf an, dass er etwas sagt. Der Chor ist für die jüngere Tragödie während der Handlung eine...
Page 128 - Da nur die unehelichen Hetärenkinder in Athen sich nach der Mutter nennen, da sie keinen Vater haben, so ist das (Soph. 365 xiXoü T«) 4 (jiTjTpot) ein schwerer Vorwurf.
Page 236 - sie ist bereit zu sterben für die That die sie plant, wenn sie nur zuvor die doppelte Erinys der von ihr zu erschlagenden Unholde gewonnen hat'.
Page 128 - Scenen benützt. Seine gutgemeinten Worte trennen Rede und Gegenrede, wie in der Symphonie etwa ein paar Accorde oder ein harmloses Zwischenspiel sich einschiebt, damit die contrastirenden Themen nicht allzu gewaltsam aufeinanderplatzen. An eine sittliche Wirkung dieser inhaltlosen Zwischenreden des Chors, an ein Correctiv das der Auffassung des Zuschauers zur Hilfe kommen soll, an dergleichen lächerliche Dinge hat kein Tragiker je gedacht.
Page 192 - Tode ist bezwungen, sie findet den Ton des Selbstbetrugs wieder, fühlt sich wieder als die gekränkte und von ihren Kindern geplagte, belebt den eben entschlummerten Hass aufs neue und athmet in der endlich gefundenen Sicherheit auf.
Page 98 - Zeus anheim stellen, sich dadurch entlasten und selbst nur netpiox; nev6eiv; die netpiond6eia wird nach beiden Seiten bestimmt, weder zu viel noch zu wenig, nur um einen erschöpfenden Ausdruck zu geben, da doch nicht zu befürchten ist, dass El. zu wenig thut oder gar vergisst
Page 162 - Dass Soph. seinen Fehler selbst gar nicht bemerkt hätte, ist schwer zu glauben. Er wagte ihn aber zu begehen, da er ihm dichterisch einen Vortheil bot: je nichtiger die Scheingründe der Klyt. waren, desto klarer wurde es, dass sie den wahren Grund verschwieg, desto klarer zeigte sich ihr Character. Er hätte es ja anders machen können.
Page 51 - Heldin selbst und ihr Benehmen, ähnlich wie der Korinthische Bote im ОТ. Hier kommt die Handlung zu einem von Oidipus gefürchteten, dort zu einem von Elektra gewünschten Ende. Hier wie dort bringt der Bericht die scheinbare Lösung, hier eine scheinbar glückliche, dort eine scheinbar unglückliche; hier wird dem trügerischen Botenbericht zu Liebe das Wort des Teiresias verschmäht, dort finden die beredten Zeichen der Götter, nicht einmal der sichtbare Fund am Grabe findet Glauben dem Pseudoboten...

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