Die Bildung des Bibliothekars, Volumes 1-3

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Steinacker und Wagner, 1820 - Library science
 

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Page 207 - Handschriften für selbige darbietet , .'.•) So gewiss dasjenige, was über diese Anforderungen hinausgeht, aus dem Gesichtspunkte des bibliothekarischen Geschäftskreises als unbillig und unnöthig erscheint , so gewiss ist es auch, dass diese Arbeit schon in dieser Beschränkung einen Aufwand von Kraft und Zeit fordert , welchen der nicht ahndet , der nie mit ihr sich zu beschäftigen Veranlassung hatte. Und ist sie vollendet, dann stähle sich der Bibliothekar, in dessen vielseitiger Beziehung...
Page 14 - Noch habe ich keine Lebensbeschreibung eines Bibliothekars gelesen, in welcher nicht berichtet würde, dass er bei Antritt seines Amts die Bibliothek ganz oder theilweise in Unordnung gefunden habe.
Page 12 - Encyklopaedie, um, wie er sagt, „sich gleiche Achtung und gleiches Interesse für jedes Fach menschlicher Kenntnisse anzueignen, ohne welche er sich im Sammeln die betrübteste Einseitigkeit zu Schulden kommen lassen wird, und um sich eine gründliche Kenntnis des Wesens, der Teile, der Grenzen und der mannigfaltigen Berührungspunkte der Wissenschaften zu erwerben, deren er bei dem Geschäft des Ordnens stündlich bedarf (S.
Page 201 - ... auf diese Angabe den unrichtigen oder seltneren Titel folgen, den die Handschrift hat, Ist man aber über den' wahren Titel oder Verfasser der Schrift nicht so allgemein einverstanden , und "wird derselbe auch in dem gedruckten Texte von...
Page 16 - Bibliothekswissenschaft giebt - es zwei gleich, gefährliche Abwege: Todte, grobe Mechanik (ordnungs- und regellose Hinstellung der Bücher und vestes Anketten aa ein gewisses Bret, ja an eine gewisse Stelle auf diesem Brete...
Page 11 - Literargeschichte und Bibliographie in Anspruch , durch welche beide Wissenschaften das ganze Wirken des Bibliothekars zunächst und in solchem Grade bedingt ist, dass er von beiden eine mehr als gewöhnliche und über das Compendium hinausgehende Kenntniss besitzen muss. Dasselbe gilt in gleichem Grade von der Diplomatik,' iasofern sie Bücherhandschriften betrift.
Page 10 - Unerlässlich ist ihm ferner ein ernstes und tiefes Studium der Geschichte — — in ihrer höheren Beziehung der Wissenschaft aller Wissenschaften, der Grundlage und der Regel alles wahren Studiums, ja des Lebens selbst — und es ist ihm desto uoerlässli^i * eher, je mehr seine ganze Stellung eine historische ist.
Page 203 - Erkennungsbezeichnung nicht fehlen darf, um den auswärtigen Gebrauch des Katalogs zuverlässig und sicher zu machen. Völlig unentbehrlich ist sie aber bei patristischen Handschriften und bei Schriftstellern 'des Mittelalters, auf welche die Willkür der Abschreiber den grössten Einfluss gehabt hat und von denen häufig noch gar kein zuverlässiger gedruckter Text vorhanden ist. Von einigen besondern, bei Angabe der Anfange zu nehmenden Rücksichten ist oben S.
Page 7 - Zwar dürfen wir uns nicht verhehlen, dass «in nicht geringer Muth dazu gehöre, eine Saat auszustreuen und zu pflegen , deren frohe Ernte wir nicht sehen werden, und dass es grosse Selbstverleugnung erfordere, auf eignes Schaffen Verzicht zu leisten, um in stiller Oede nur ein künftiges und fremdes Schaffen mühsam und unbemerkt vorzubereiten •, aber eben so wenig läss°t es sich verkennen, dass wir eben dadurch eine höhere Stellung erhalten, uud dass unser...
Page 24 - Grundsätze bringen: i) Alles ist, soviel möglich , auf historische Eintheilungsgründe zu beziehen, weil diese dem Leben so nahe verwandt sind, dass sie, selbst veraltet, sich weit treuer und leichter im...

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