Madonna: Unterhaltungen mit einer Heiligen

Front Cover
Gebrüder Reichenbach, 1835 - Bohemia (Czech Republic) - 436 pages
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 118 - Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, sintemal ich von keinem Manne weiß? Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
Page 435 - Denn wenn die Politik nothgedrungen in die Gesinnung zurücktritt, wird die Gesinnung, nachdem sie ihre innere Umgestaltung aus sich vollbracht hat, allmälig wieder in die äußere Politik, und dann unwiderstehlich, hinübertreten!
Page 395 - Der Geist ist nicht ohne den Körper, und der Körper ist nicht ohne den Geist, sondern beide ineinander sind das Bild, als das ich erscheine. Darum bin ich gesund, ich bin heiter, weil ich ein Bild bin...
Page 143 - Aber tröste Dich Maria ! Mit mir tröste Dich! Wahrlich, wahrlich, ich sage Dir, Du kannst keine größere Heilige auf Erden sein, als wenn Du eine Weltliche bist! Schönes Mädchen, ich erwähle Dich zu meiner Heiligen, damit Du nicht zu sehr verzagst an Dir! Ich grüße Dich als meine Heilige, eine Weltheilige! Ich küsse Dich!
Page 416 - ... diese versteinerte Gegenwart, ohne Zukunftshimmel." Er will eine Einheit von Seyn und Denken, von Philosophie und Poesie, von Diesseits und Jenseits, von Gott und Welt, von Körper und Geist, von Form und Inhalt. Und das Kind der schmerzensreichen Mutter „ist in die Welt gekommen, um die Welt zu heiligen. Dies ist das Kind, nach dem das ganze Lebenselend schreit und seufzt! Dies ist das Weltkind, das die Versöhnung bringt, der Mittler, welcher den Segen spricht über die Formen der Erde.
Page 14 - Thäler und die silbernen Ströme entlang, und auf die Kuppeln und Thürme der fernen schönen Städte. Das harmlose, unschuldige Gemüth ist fort, das mit Landschaften und Gegenden sich freute, und ich suche es vergeblich in mir, und finde nichts, als daß ich kein Jean-Paulischer Jüngling mehr bin.
Page 282 - Ein ehrwürdiger Ort, vom Verhängnis gezeichnet, ist eine Stadt. Draußen im Walde, wo das schattige Laubwerk mich gern zum Einsiedler machen möchte, oder oben auf den Bergen, oder unten im quellenreichen Grund der lachenden Talnymphe mag die Unschuld wohnen. Ich kenne sie nicht. Ich habe sie längst in frühen Jugendstürmen verloren.
Page 399 - ... fortdauernde Weltwerdung Gottes ist die Entwickelungsfähigkeit in der Geschichte, und so ist Gott in der Geschichte ein sich entwickelnder Gott. Und darum erweist sich das Christenthum, das sich aus der Kirche in die Geschichte hinein entwickelt, auch an allen fortwandelnden Bewegungen der Weltzustände immer betheiligt und mitleidend, ja es bringt dieselben hervor und wird zugleich von ihnen hervorgebracht.
Page 180 - Hart ins Gericht mit Seume geht drei Jahre später auch Theodor Mundt: „Und was mich am meisten von Dir geärgert, ist Das, was Du über den Aufstand in Warschau von 1794 als Augenzeuge geschrieben! Du, der Du auf dem Boden in einer alten Tonne versteckt saßest, als die Polen draußen stürmten, wie konntest Du es wagen, die Nationalität dieser Revolution zu beschimpfen, und jene Polen nur als einen zusammengerotteten Haufen von Elenden in Deiner Broschüre zu schildern? Zwar standest Du in russischen...
Page 434 - Die Zeit befindet sich auf Reisen, sie hat große Wanderungen vor, und holt aus, als wollte sie noch unermeßliche Berge überschreiten, ehe sie wieder Hütten bauen wird in der Ruhe eines glücklichen Thals. Noch gar nicht absehen lassen sich die Schritte ihrer...

Bibliographic information