Abhandlungen, Issue 10

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H.L. Broenner, 1876 - Natural history
 

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Page 432 - Zur Reifezeit des Eies erleidet das Keimbläschen eine regressive Metamorphose und wird durch Contractionen des Protoplasmas an die ~)otteroberfläche getrieben. Seine Membran löst sich auf, sein Inhalt zerfällt und wird zuletzt vom Dotter wieder resorbirt, der Keimfleck aber scheint unverändert erhalten zu bleiben, in die Dottermasse selbst hineinzugelangen und zum bleibenden Kern des reifen befruchtungsfähigen Eies zu werden.
Page 363 - Infusionsthiere aber wird man immer Anstand nehmen müssen als einzellige Organismen zu bezeichnen, denn sie sind nicht blos einfach fortgewachsene Zellen, sondern der ursprüngliche Zellenbau hat einer wesentlich anderen Organisation Plate gemacht, die der Zelle als solcher durchaus fremd ist.
Page 381 - Cohärenz und ist von sehr elastischer Beschaffenheit, indem er bei Ausfliessenlassen des Eiinhaltes durch Anwendung gelinden Druckes unter vollständiger Beibehaltung seiner Form und Grosse aus der Eihaut hervortritt ; in Bezug auf seine Zusammensetzung zeigt er die eigenthümliche Erscheinung, dass sein mittlerer Theil im Vergleich mit den Polen kugelförmig angeschwollen ist und eine meridionale Streifung zeigt, die bei näherer Betrachtung sich als das Resultat des Vorhandenseins einer häutigen...
Page 418 - Fortschreiten des Theilungsprocesses von z. B. vier getrennten Kernen drängt uns natürlich dazu, die nächste Ursache in dem umgebenden Protoplasma zu suchen, das auf die sämmtlichen Kerne in gleicher Weise wirkt. Eine weitere Illustration dieser Wirkung, dürfen wir vielleicht auch, in den von mir früher beschriebenen, mehrkernigen Spermatozoenkeimzellen finden, in welchen ebenfalls die zwei bis drei Kerne immer auf gleicher Theilungsstufe gesehen wurden.
Page 399 - Pol, der andere nach dem anderen sich richtet. Endlich schnürt sich das Ei ein und die Stränge treten in die Tochterzellen. Die Reihen der Körnchen strecken sich in die Länge und lassen sich aus der einen Zelle in die andere verfolgen
Page 21 - ... sind milchweiss, perlmutterglänzend, scheinbar blätterig sich überlagernd, daher im Grossen nur unterbrochen eben, im Spiegelglanz den bekannten Maderaner basischen Flächen vergleichbar, aber es fehlt ihnen jede Spur der diesen eigenen dreiseitigen Linirung. Dagegen zeigen sämmtliche Krystalle entlang und dicht an den begrenzenden drei Kanten ihrer Flächen OR bei reflectirtem Licht einen innerlich silberglänzenden Saum, äusserlich einen schmalen Absatz bildend, in Gestalt einer scharf...
Page 411 - Ram temporaria angefertigt, ohne jedoch über die in Frage stehenden Verhältnisse in's Klare kommen zu können. Was ich sah, ist wesentlich eine Bestätigung des Theilungsvorganges der Götte'schen Lebenskeime, ausserdem jedoch auch noch die höchst deutliche, radiäre Structur des Protoplasmas um die, schon in die Tochterzellen gerückten Hälften der Lebenskeime (Centralhöfe lichten Protoplasmas). Eine in Theilung begriffene Kernspindel etc. liess sich jedoch nicht auffinden, das Object ist jedoch...
Page 399 - Kernkörper sichtbar. Allein auf Essigsäurezusatz waren auch die Umrisse des Kernes sichtbar, und zwar erscheinen sie vielfach gefaltet und verbogen. Endlich verschwindet auch der Nucleolus und der ganze Kern hat sich in einen Haufen feiner, lockig gekrümmter, nur auf Zusatz von Essigsäure sichtbar werdender Fäden verwandelt. An Stelle dieser dünnen Fäden treten endlich dicke Stränge auf, zuerst...
Page 403 - Wechselverhältuiss zu vermuthen, so, dass nämlich der aus dem Kern ausgetretene Kernsaft (Wasser • plus vielleicht sehr wichtigen Stoffen) sich in den Centralhöfen der beiden Strahlensysteme anhäufe. Natürlicher Weise kann ich eine so grobe Vorstellung, wie sie Auerbach (18; p. 221) von der Entstehung der Strahlensysteme hat, dass dieselben nämlich der Ausdruck der Bahnen seien, in welchen sich feine Strömchen in das Protoplasma ergiessen, nicht für richtig halten. f Andererseits aber auch...
Page 357 - Jedenfalls hat noch Niemand bisher den Nachweis führen können, dass diese angeblichen Zoospermien wirkliche Zellen sind oder sich aus Zellen entwickeln.« Dass die Zoospermien der höheren Thiere jedoch wirklich Zellen seien, ist ein von verschiedenen Forschern, wie Schweigger-Seidel, la Valette, Meznikoff und mir, für die verschiedensten Abtheilungen überzeugend nachgewiesen worden ; bei den Spongien hat Häckel dasselbe zu zeigen vermocht.

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