Luther und Luthertum in der ersten Entwickelung: Quellenmässig dargestellt, Volume 1, Issue 1

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Page 202 - Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe was du hast und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben ; und komm und folge mir nach!
Page 347 - Ich bin dazu geboren, daß ich mit den Rotten und Teufeln muß kriegen und zu Felde liegen, darum meine Bücher viel stürmisch und kriegerisch sind. Ich muß die Klötze und Stämme ausrotten, Dornen und Hecken weghauen, die Pfützen ausfüllen und bin der grobe Waldrechter, der die Bahn brechen und zurichten muß. Aber Magister Philippus fährt säuberlich und still daher, bauet und pflanzet, säet und begeußt mit Lust, nachdem Gott ihm hat gegeben seine Gaben reichlich.
Page 294 - Wie ich nun mag mit einem Heiden. Juden, Türken, Ketzer essen, trinken, schlafen, gehen, reiten, laufen, reden und handeln, also mag ich auch mit ihm ehelich werden und bleiben.
Page 286 - Es muß ein jeglich Land seinen eigenen Teufel haben, Welschland seinen, Frankreich seinen, unser deutscher Teufel wird ein guter Weinschlauch sein und muß Sauf heißen, daß er so durstig und hellig ist, der mit so großem Saufen Weins und Biers muß gekühlt werden.
Page 168 - Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der wird in das Himmelreich eingehen.
Page 390 - Möncherei, so wollt' ich auch hineingekommen sein. Das werden mir zeugen alle meine Klostergesellen, die mich gekannt haben. Denn ich hätte mich, wo es länger gewährt hätte, zu Tode gemartert mit Wachen, Beten, Lesen und anderer Arbeit.
Page 66 - Ja, wir werden's wohl lassen. Der Wein und die Weiber bringen manchen in Jammer und Herzeleid, machen viele zu Narren und zu wahnsinnigen Leuten. Wollen wir darum den Wein wegschütten und die Weiber umbringen? Nicht so.
Page 66 - Denn wenn wir wollten alles verwerfen, deß man mißbrauchet, was würden wir vor ein Spiel zurichten? Es sind viel Leute, die die Sonne, den Mond und das Gestirn anbeten: wollen wir darum zufahren und die Sterne vom Himmel werfen, die Sonne und den Mond herabstürzen? ja wir werden es wohl lassen.
Page xviii - Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.
Page 12 - Wo Gott nun nicht Wunder tut und aus einem Mann einen Engel macht, kann ich nicht sehen, wie er ohne Gottes Zorn und Ungnade allein und ohne Weib bleiben...

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