Stefan George: ein Führer zu seinem Werke

Front Cover
G. Müller, 1908 - 68 pages
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 27 - Es lacht In dem steigenden jahr dir Der duft aus dem garten noch leis. Flicht in dem flatternden haar dir Eppich und ehrenpreis. Die wehende saat ist wie gold noch • Vielleicht nicht so hoch mehr und reich • Rosen begrüssen dich hold noch • Ward auch ihr glanz etwas bleich. Verschweigen wir was uns verwehrt ist • Geloben wir glüCKlich zu sein Wenn auch nicht mehr uns beschert ist Als noch ein rundgang zu zwein.
Page 24 - Mit krönen und reifen Metallblauen streifen Geringelten schweifen • Sie schaukeln zur rast. Ferne schlagen die trommeln aus silber und zinn. Doch keine klänge Nicht wechselgesänge Noch harfenstränge Beladen den sinn. Zierat des spitzigen turms der die büsche erhellt • Verschlungnes gefüge...
Page 21 - Mein garten bedarf nicht luft und nicht wärme Der garten den ich mir selber erbaut Und seiner vögel leblose schwärme Haben noch nie einen frühling geschaut...
Page 43 - Das neue heil kommt nur aus neuer liebe. Wenn angetan mit allen würdezeichen Getragen mit dem baldachin - ein vorbild Erhabnen prunks und göttlicher verwaltung ER eingehüllt von weihrauch und von lichtem Dem ganzen erdball seinen segen spendet: So sinken wir als gläubige zu boden Verschmolzen mit der tausendköpfigen menge Die schön wird wenn das wunder sie ergreift.
Page 53 - Vereint euch froh da ihr nicht mehr beklommen Vor lang verwichner pracht erröten müsst: Auch ihr habt eines gottes ruf vernommen Und eines gottes mund hat euch geküsst. Nun klagt nicht mehr - denn auch ihr wart erkoren Dass eure tage unerfüllt entschwebt . . . Preist eure Stadt die einen gott geboren ! Preist eure zeit in der ein gott gelebt...
Page 33 - Erbaut nach jungem wünsch das friedensstift In einem stillen tal für euren orden. Gewiegt von gleicher stunden mildem klang Ist euch der keuschen erde arbeit heilig Der tag verrinnt im wirken siebenteilig Euch und der reinen schar die ich euch dang. Umschlungen ohne lechzende begierde Gefreundet ohne bangenden verdruss So flieht im abend schluchzen wort und kuss Und solches ist der frommen paare zierde : Von ebnem leid von ebner lust verzehrt Zur blauen Schönheit ihren blick zu richten Geweihtes...
Page 55 - Nun wird wahr was du verhiessest : Dass gelangt zur macht des Thrones Andren bund du mit mir schliessest Ich geschöpf nun eignen sohnes. Nimmst nun in geheimster ehe Teil mit mir am gleichen tische Jedem quell der mich erfrische Allen pfaden die ich gehe. Nicht als schatten und erscheinung Regst du dich mir im geblüte. Um mich schlingt sich deine gute Immer neu zu seliger einung.
Page 18 - Er nahm das gold von heiligen poKalen • Zu hellem haar das reife weizenstroh • Das rosa Kindern die mit schiefer malen • Der Wäscherin am bach den indigo.
Page 57 - Ich mich ganz an dich verschwendet Dass kein laut mehr in mir poche Anders wie der dir gemässe: Presse mich in deinem joche . Schliess mich ein in wolkigem bausche Nimm und weih mich zum gefässe! Fülle mich: ich lieg und lausche!
Page 31 - Du gibst den rausch • sie schwebt zum ewigen tore Erhoffter strahlen jauchzendem gemisch Sie gleitet durch den saal zum göttertisch Erfüllung leuchtet- lösung schallt im chore. Die unerreichte flur scheint ihr gewonnen Sie überfliegt die Klüfte mit dem aar Sie schaltet mit der kleinen Sterne schar Und stürzt entgegen väterlichen sonnen.

Bibliographic information