Die Schuld: ein Trauerspiel in vier Akten

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In der C. Hass'schen Buchhandlung, 1817 - 180 pages
 

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Page 222 - Das Leben ist der Güter höchstes nicht, Der Uebel größtes aber ist die Schuld.
Page 245 - s ist ein Ziel, Aufs innigste zu wünschen. Sterben - schlafen Schlafen! Vielleicht auch träumen! - Ja, da liegt's: Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen, Wenn wir den Drang des Ird'schen abgeschüttelt, Das zwingt uns still zu stehn. Das ist die Rücksicht, Die Elend läßt zu hohen Jahren kommen. Denn wer ertrüg...
Page 13 - Anders spricht die Geisterwelt / diesseits des beeisten Belt. / In des Schornsteins engen Lauf / Bläst der Wind mit vollen Backen. / Alle Thüren springen auf, / Alle Lichter löschen aus, / Schreiend fliegt der Storch vom Haus / und die Tragebalken knacken. / Eulen, groß wie Adler, hacken / An die Fenster, schwarze Katzen / Sprühen Funken im Kamin / Und ein Heer von Teufelsfratzen / Tanzt in Flammen blau und grün.
Page 49 - Selbst ein Rätsel - schwer zu lösen Bin ich mir: denn Pol und Pol Einen sich in meinem Wesen. Hier erzogen, dort geboren, Bin ich hier und dort nicht heim. Fremde Wurzel diesem Boden, Fremder Wipfel jener Luft; Tief am Stamm vom Nord erkältet, Hoch im Laub vom Süd entflammt, Ein' ich in mir Glut und Flut Erd
Page 116 - Eh' du quitt wirst deiner Last. „Ist, was du gebierst, ein Knabe „Würgt er den, den du schon hast; „Ist's ein Weibsbild, stirbt's durch ihn, „Und du fährst in Sünden hin!
Page 7 - Die ich eben Grausen füllt Meine Brust! Der Schall, die Welle — Wohl sind sie des Lebens Bild; Doch die Woge, die im Sturme Schäumend sich am Felsen bricht. Eine Well' ist's wie die andre, Die im weißen Mondeslicht Auf des Teiches Spiegel schwindet...
Page 216 - Fragst du nach der Ursach, wenn Sterne auf und untergehen? Was geschieht, ist hier nur klar; Das Warum wird offenbar, Wenn die Todten auferstehen!
Page 5 - Wie der letzte Laut verklinget, Der sich unter leiser Hand Aus der Harfe Saiten schwinget; Wie's auf klarem Teichkristalle Sich von eines Tropfen Falle Weiter stets und schwacher ringet, Bis es fern am Blumenstrand Still verschwand : So auch raocht' ich einst verschweben Und verklingen in das bessre Leben...
Page 176 - Was ist dir? Hugo. Siehst du nicht? Noch ist es nicht Mitternacht. (Er geht in den Vorgrund.) Eh' nicht der verfluchte Tag Ist vorüber, will ich nichts — Gar nichts wollen, und nichts thun. Heut regiert mein böser Stern! Ierta. Wohin irrst du, Mann? Hugo (ängstlich). Nein, nein! Hab' ich's euch denn nicht gesagt?
Page 30 - Gefieder, Singend, wie er ist geschieden, Kehrt er aus der Fremde wieder. Nicht so Hugo. — Fortgezogen Ist er auf dem Segelkahn, Durch das Reich der blauen Wogen, Heiter, wie der weiße Schwan, Kraftig, wie der junge Aar; Aber was er scheidend war, Ist nicht wieder heimgekehrt Zu dem väterlichen Herd.

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