Griechische palaeographie, Volume 2

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B.G. Teubner, 1879 - Books - 472 pages
 

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Page 145 - in diesem Sinne gebraucht wird, weil schon seine Lesung vollständig in der Luft schwebt. Denn entweder ist jene Unterschrift tachygraphisch, oder sie ist es nicht. Wenn sie tachygraphisch ist, so ist die Lesung von Leemans irrthümlich, denn es stimmt auch nicht ein einziger Buchstabe mit den sonst bekannten Zeichen. Wahrscheinlich glaubte aber Leemans jene
Page 146 - manche Verrenkung der Buchstaben möglich, die man anderswo mit Fug und Recht beanstanden würde; aber dass das cursive Alphabet der Urkunde selbst hier nicht ausreicht, hat bereits Böckh gesehen, und jeder unbefangene Leser wird ihm darin Recht geben, dass die Unterschrift nicht gelesen werden kann
Page 73 - et Tullio solet fieri, ut per cola scribantur et commata, qui utique prosa et non versibus conscripserunt nos quoque utilitati
Page 146 - zweitens unterliegt die Anwendung solcher conventioneller Zeichen bei einem Namen in der Unterschrift eines Contractes sehr gerechten Bedenken; drittens verbietet sich diese Erklärung sowohl an der ersten wie an der zweiten Stelle, weil Abkürzungen in der Schrift alter griechischer Urkunden fast gar nicht vorkommen
Page 146 - bekannten Zeichen. Wahrscheinlich glaubte aber Leemans jene Charaktere mit Hülfe des gewöhnlichen Alphabetes entziffern zu können, und dann musste man zunächst an jene cursiven Buchstaben denken, in denen die vorhergehenden Theile der Urkunde geschrieben sind. In der cursiven Schrift unserer ältesten Papyrusurkunden ist
Page 139 - Noten geradezu das Vorbild der griechischen Tachygraphie gewesen seien; denn einmal würde dadurch das Verhältniss des Gebens und Nehmens, wie es nun einmal zwischen beiden Völkern besteht, vollständig umgekehrt werden, und ferner wäre es dann unerklärlich, dass wir im tironischen Alphabet
Page 39 - in a legible state, 319 more have been operated upon, and, more or less, unrolled and found not to be legible; 24 have been presented to foreign potentates.
Page 139 - in der die einzelnen Stämme noch an besonderen Schriftarten festhielten, welche später von einer gemein-griechischen Schrift verdrängt wurden. Am wenigsten aber darf man aus dem geringen Alter der zufällig erhaltenen Schriftstücke auf das der Schrift selbst
Page 103 - durch griechische Formen im abendländischen Gewände. Das Ganze macht einen etwas unbeholfenen, schwerfälligen Eindruck; man sieht bei jedem einzelnen Buchstaben zu viel von der Mache. Der Schreiber beginnt und endet jede Form mit einem überflüssigen
Page 139 - Es bleibt also im höchsten Grade auffallend, dass bei den Griechen die politische und gerichtliche Beredsamkeit sich zur schönsten Blüthe entfaltet haben sollte, ohne dass Jemand daran gedacht

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