Theater-Journal für Deutschland: 1778, Issues 5-8

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Page 10 - Kleinigkeit, so werdet ihr selbst sprechen, denn von der Schauspielkunst habt ihr sehr wenig Licht, weils euch an Zärtlichkeit, Natur und Kunst gebricht Das Lesen langt nicht zu, auch nicht nach Frankreich reisen, ein Schauspiel recht verstehn, erfordert einen weisen wahrhaftig klugen Mann, der jede Wahrheit kennt, die Tugend redlich liebt, und dem das Leben gönnt, der Fleiß und Wissenschaft pflichtmäßig treibt und übet, der nicht blos um Gewinnst das wahre Gute liebet, nein!
Page 10 - Guten folgt, und härt er nichts als Hohn, der kleinen Geister Haß und Spötterei zum Lohn; dem auch der Mangel lieb: wenn er sich nur mit Ehren aus der Beschimpfung reißt, womit ihn die beschweren die seine Feinde sind. Ist dieses recht gethan so nehmt auch, was ich sag., von mir vernünftig an. Geht selbst in euer Herz, das wird euch deutlich sagen, warum ich Euch so frei die Wahrheit vorgetragen. Glaubt, daß hier weder Stolz noch Frechheit aus mir spricht, und auch kein Uebermuth.
Page 10 - Ist dieses recht gethan so nehmt auch, was ich sag., von mir vernünftig an. Geht selbst in euer Herz, das wird euch deutlich sagen, warum ich Euch so frei die Wahrheit vorgetragen. Glaubt, daß hier weder Stolz noch Frechheit aus mir spricht, und auch kein Uebermuth. Darum verwerft dies nicht. Es liegt ein wahrer Dank in diesem Salz verborgen. Ich lieb und ehr in euch wahrhaftig alle Sorgen, Verlust und alle Müh, die ihr mir schwer gemacht; weil ihr mich doch dadurch zu keiner That gebracht, die...
Page 10 - Guten folgt, und hätt' er nichts als Hohn, Der kleinen Geister Haß und Spötterei zum Lohn; Dem auch der Mangel lieb, wenn er sich nur mit Ehren Aus der Beschimpfung reißt, womit ihn die beschweren, Die seine Feinde sind. - Ist dieses recht getan, So nehmt auch, was ich sag', von mir vernünftig an. Geht selbst in Euer Herz, das wird Euch deutlich sagen, Warum ich Euch so frei die Wahrheit vorgetragen. Glaubt daß hier weder Stolz noch Frechheit aus mir spricht, Und auch kein Übermut, darum verwerft...
Page 38 - Selbstgenügsamkeit lebenden Reichsbürgern Zutritt zu finden. Die Präsumtion ist allemal gegen den Fremden. — So gehts auch mit den Stücken, die sie hier sehen wollen; anderwärts ists genug jeden Liebhaber ins Schauspielhaus zu treiben, wenn der Zettel ein hier noch nicht aufgeführtes Lust- oder Trauerspiel ankündigt; die Leute sind albern genug sehn zu wollen, eh sie urtheilen : — Hier ist man geschwinder fertig : das Stück ist mir ganz...
Page 90 - Gallerie zu ebener Erde, einen Stock mit Logen, und der zweite formirt wieder eine Gallerie. Das Theater selbst ist klein und niedrig. Man spricht daher von einem ganz neuen Bau. Der ganze Platz fasst 500 Personen ; was dem Platz an Grosse abgeht, muss das Logengeld ersetzen, welches an keinem Orte so hoch ist. Eine gute Truppe besteht hier ausserordentlich gut, aber schlechte haben schon das elendste Schicksal erfahren.
Page 31 - Stunden vergessen möchte, und da ärgerts ihm sein eigen Portrait zu finden. Mit einem Wort es gibt der Ursachen so viele, warum wir so bald noch keine Natur auf der Bühne haben können, daß ich sie gar nicht herzählen mag.
Page 10 - Wissenschaft pflichtmäßig treibt und übet, der nicht bloß um Gewinnst das wahre Gute liebet. Nein! Der dem Guten folgt, und hätt er nichts als Hohn, der kleinen Geister Haß und Spötterei zum Lohn. Dem auch der Mangel lieb: wenn er sich nur mit Ehren 108 aus der Beschimpfung reißt, womit ihn die beschweren, die seine Feinde sind.
Page 11 - Art erfindet. In meinem Glück, belohnt Gott eure Gütigkeit weit mehr, als mein Verdienst und meine Leidenszeit, damit Ihr nicht beschämt und heimlich Freunde heißet, das Euch die Allmachtshand durch uuste Glück be
Page 34 - Bund. Faust. Wo seyd ihr, ihr Schatten? Wo schwebt ihr, ihr Schatten? Wo seyd ihr, ihr Lieben? Ich hab ihn geschrieben den festlichen Bund. Chor. Wir haben« vernommen, sind darum gekommen.

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