Neuer Nekrolog der Deutschen ..., Volume 4, Part 1

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B.F. Voigt, 1828 - Germany
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Page 185 - Am weitläuftigsten ward von der Homerischen Geographie geredet, die sehr interessierte. Ich mußte die Karte von der Odyssee erklären, und die Reisen des Odysseus. Alle gestanden, daß sie überzeugt wären, und freuten sich der Homerischen Einfalt. Aber nun sollte ich vorlesen. Die Odyssee ward gewählt, und ich las den Sturm des fünften Gesanges und den ganzen sechsten Gesang von Nausikaa.
Page 196 - Um das Kind fastete ich und weinete, da es lebte, denn ich gedachte: Wer weiß, ob mir der Herr gnädig wird, daß das Kind 23 lebendig bleibe. *Nun es aber todt ist, was soll ich fasten? Kann ich es auch wiederum holen? Ich werde wohl zu ihm fahren, es kommt aber nicht wieder zu mir.
Page 185 - Aber nun sollte ich vorlesen. Die Odyssee ward gewählt, und ich las den Sturm des fünften Gesanges und den ganzen sechsten Gesang von Nausikaa. Ein einhelliger, warmer Beifall erfolgte. Alle gestanden, sie hätten einen solchen Versbau, eine so homerische Wortfolge, die gleichwohl so deutsch, so edel, so kindlich einfach wäre, sich nicht vorgestellt.
Page 186 - Bei Tische ging das Gespräch fort über Homers Gedichte und Zeitalter. Ich ward dringend gebeten, viel von meinen Ideen aufzuschreiben, und mich um die böse Rotte nicht weiter zu bekümmern. Ich mußte noch das homerische Haus erklären. Alles schien neu und befriedigend. Wir wurden ausgelassen fröhlich.
Page 353 - Obschon unverheirathet, hatte er während seiner langwierigen Krankheit doch alle mögliche Pflege. Die Hoffnung zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, und zur Befestigung derselben eine Reise in ein milderes Klima nach Frankreich oder Italien machen zu können, verließ ihn nicht bis zu seinem Hinscheiden, das am 7. Juni Morgens 10'/
Page 258 - Sprache einigermaßen, der französischen hinlänglich, der italienischen sehr mächtig, machte artige deutsche Verse — kurz, er war, was man im Sinne der Gesellschaft einen feinen...
Page 47 - Ueber das vorstehende Gedicht selbst erlaube ich mir nur noch ein paar Worte. Es ist das zweite von diesem Verfasser, welches er im T. Merkur dem öffentlichen Urtheil ausstellt. Die Juvenalische Satire ist ein Fach, worin sich noch wenige Dichter unsrer Nazion versucht haben. Der genievolle Verfasser der Helden fühlt sich dazu berufen, und in der That scheint der Geist Juvenals so reichlich über ihn ausgegossen zu seyn, daß ihn selbst das Schicksal dieses römischen Satirendichters schwerlich...
Page 181 - ... zu reden. Ich erklärte ihm meine völlige Ruhe über den Ausgang. Daß ich durchaus Recht hätte, darüber, sagt Wieland, habe er keine Zweifel gehört; nur vom Lehrer und ehemaligen Schüler sei beständig die Rede. Wie nöthig wars, daß ich die wahren Umstände der parteilosen Nachwelt übergab! Die Mitwelt hält es für überflüssig, sich zu erkundigen, und urtheilt nach Laune und Verhältnissen. Heyne hat durch Heeren eine Art von Antwort auf die Fragmente über den Gang der Götter in...
Page 183 - Hexameters, und diese Deutlichkeit der Sprache habe er nicht erwartet. Alle Vorwürfe von Künstelei und übertriebenen Kühnheiten schienen ihm wegzufallen; er glaubte Homer zu hören. Ich redete über die Eigenheiten meiner Wortstellung und meines Versbaues, und ward dringend gebeten, meine durchdachte Theorie der Welt vorzulegen. Man bat mich, noch eine Stelle, die man mir auswählte, vorzulesen; und auch die schien zur Vollkommenheit gebracht. Kurz, mein Homer war gerechtfertigt; man gestand,...
Page 350 - Frau nh ose r für seine Existenz in größere Verlegenheit, als er früher jemals war; er hatte den Muth nicht, sich dem Könige zu nähern, um von seiner bei Gelegenheit des HausEinsturzes angebotenen Großmuth Gebrauch zu machen ; in dieser traurigen Lage widmete er sich nun wieder ganz dem Metier eines Spiegelmachers und Glasschleifers, verwendete jedoch die Feiertage auf das Studium der Mathematik.

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