Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, herausg. von K. Müllendorff

Front Cover
Karl Victor Müllenhoff
1845
1 Review
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Selected pages

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 133 - Tänzerinnen schwenkten sich herum, und die Alten saßen an den Tischen und tranken eins. So verging der ganze Tag, und der helle Mond ging auf; aber der Jubel schien nun erst recht anzufangen. Nur ein altes Mütterchen war von allen Leuten allein in der Stadt geblieben. Sie war krank und gebrechlich und konnte ihre Füße nicht mehr gebrauchen; aber da ihr Häuschen auf dem Deiche stand, konnte sie von ihrem Bette aus aufs Eis hinaussehen und die Freude sich betrachten.
Page 263 - Hause 10 hin und her gehen, als wenn er gar nicht im Grabe gelegen; näherte man sich ihm, so verschwand die Erscheinung mit einem Knistern und Knattern wie ein Holzfeuer. Als sie beim Leichenschmause saßen, war Schwertmann bald unter ihnen, bald war er auf dem Heuboden und sah mit einer widerlichen Fratze durch die Luke. Er trieb ziemlich lange sein Unwesen im Dorfe.
Page 245 - ... so will ich es dir zeigen' und damit zog er den pflock heraus, da verschwand die frau mit einem kläglichen ton; nur an jedem sonntagmorgen kam sie und brachte ihren kindern sclineeweisse wasche (Müllenhoff 243.).
Page 429 - Lange nur hinein und gib aus, er wird nie leer werden." Franz ritt darauf wieder zum König und sprach: „Jetzt habe ich Geld, nun wollen wir bauen.
Page 500 - Er schlug sie so sehre, er schlug sie so lang, Bis Leber und Lunge aus dem Leibe ihr sprang. 28. 'Halt ein, halt ein, lieber Bruder mein, Prinz Friedrich von Engelland ist Schwager dein.
Page 130 - Am Weihnachtsabend des Jahres 1300 machten in einem Wirtshause die Bauern eine Sau betrunken, setzten ihr eine Schlafmütze auf und legten sie ins Bett. Darauf ließen sie den Prediger ersuchen, er möchte ihrem Kranken das Abendmahl reichen und verschwuren sich dabei, daß wenn er ihren Willen nicht würde erfüllen, sie ihn in den Graben stoßen wollten. Wie aber der Prediger das heilige Sakrament nicht so gräulich wollte misbrauchen, besprachen sie sich unter einander ob man nicht halten sollte,...
Page 128 - Morgen aber kamen zwei Ochsen und wühlten mit ihren Hörnern in einem nahgelegenen großen Sandberg bis es Abend war; und in der Nacht kam ein mächtiger Sturmwind und wehte den ganzen aufgelockerten Sandberg über das Dorf hin, so daß es ganz zugedeckt wurde und alles darin, was Atem hatte, verdarb.
Page 282 - Was fehlt ihr denn, kleine Frau?" fragte der Teufel. „Ach," antwortete sie, „seh er nur mal her, da hat mir mein Mann eben mit dem Nagel seines kleinen Fingers diesen großen Riß quer in meinen schönen eichenen Tisch gemacht.
Page 345 - Jungfrauen in langen ireissen gewändern und dabei hört man sie mit klagender stimme traurige weisen singen (Müllenhoff 341.). ein Jüngling sieht den tanz der elben im mondschein und seine äugen...
Page 500 - Ich kann nicht mehr leben eine halbe Stund, Wollt'st du mich auch führen nach Engelland. Ich kann nicht mehr bis morgen leben, Wollt'st du mir auch ganz Schweden geben.

Bibliographic information