Die reformatorische Bilderfrage in den schwäbischen Reichsstädten

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Mohr Siebeck, 2007 - Religion - 380 pages
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English summary: The debate concerning the alleged abuse or rightful use of religious images was ignited during the Reformation. Using twelve case studies of Swabian imperial cities and communities in their rural hinterlands, Gudrun Litz examines the political, urban, official, theological and personal factors that influenced this problem and determined the solutions which were put into practice. She focuses on written sources, which consist mainly of unprinted material from city, church and private archives. In addition, of considerable importance is the material culture of those images which have been preserved, since the fate of those religious objects which were not destroyed during the Reformation or were destroyed later can provide information on the exact occurrences in the cities and territories. Taking all of these elements into account, this work offers a cogent interpretation of Reformation iconoclasm. German description: Die Diskussion um die Bedeutung des Kultbildes erregte im Reformationszeitalter die Gemuter. Anhand von zwolf Fallstudien zu schwabischen Reichsstadten und ihren - in der bisherigen Forschung meist vernachlassigten - Landgebieten untersucht Gudrun Litz, welche allgemein-politischen, spezifisch-innerstadtischen, obrigkeitlichen, theologisch-frommigkeitsgeschichtlichen und personlichen Faktoren Einfluss nahmen und die praktizierten Losungsformen bestimmten. Eine besonders kritische Sorgfalt widmet sie dabei den schriftlichen Quellen, v. a. der in den stadtischen, kirchlichen und privaten Archiven erhaltenen Uberlieferung. Daruber hinaus spielt aber auch die materielle Kultur der noch erhaltenen Bildwerke eine wichtige Rolle, konnen doch die Schicksale der nicht oder erst spater zerstorten Kultobjekte Hinweise auf Fragen der genauen Vorgange in den Stadten und Territorien sowie auf ihre Weiter-, Um- und Nichtnutzung liefern. Bestatigt die quantitative Haufigkeit der Vorfalle gegen sakrale Kunstwerke den Eindruck einer 'Bildersturmlandschaft', zeigt sich - trotz der uberlieferungsbedingten Schwierigkeiten - bei der Auswertung ein heterogenes Bild. Blieben auch wirkliche 'Bildersturme' die Ausnahme, kennzeichnen die haufig zu beobachtenden Aktionen einzelner Personen oder kleiner Gruppen gegen ein Bildwerk, die sog. Bilderfrevel, den gesamten Untersuchungszeitraum. Die charakteristischste Form des Kampfes gegen die 'Gotzen' in den schwabischen Reichsstadten ist jedoch die von der stadtischen Obrigkeit ver- und geordnete Entfernung der Bilder aus den Gotteshausern, seltener die Ablehnung solcher Entfernungen.
 

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Contents

Der theologische Hintergrund der Bilderfrage
20
Lindau
63
Reutlingen
76
Ulm
91
Memmingen
133
Biberach 1 60
160
Esslingen
179
Isny
199
Kaufbeuren
233
Ravensburg
255
Leutkirch
273
Zusammenfassung
278
Werbung Martin Raubers an den Rat
288
Stellungnahme der Esslinger Kapläne und Orden
302
Quellen und Literaturverzeichnis
313
Register
355

Kempten
211
Giengen an der Brenz
224

Common terms and phrases

Popular passages

Page 352 - Weißenau in Geschichte und Gegenwart. Festschrift zur 700-Jahrfeier der Übergabe der Heiligblutreliquie durch Rudolf von Habsburg an die Prämonstratenserabtei Weißenau, hg.
Page 339 - Forschungsprojekt, in: Das dargestellte Ich. Studien zu Selbstzeugnissen des späteren Mittelalters und der Frühen Neuzeit, hg. von Klaus Arnold, Sabine Schmolinsky und Urs Martin Zahnd (=Selbstzeugnisse des Mittelalters und der beginnenden Neuzeit, Bd.l), Bochum 1999, S.
Page 348 - Bilderfrage, in: Zürcher Kunst nach der Reformation, Hans Asper und seine Zeit, Zürich, (Helmhaus) 1981, S. 33-38. SALOMON VÖGELIN, Das alte Zürich, Zürich 1878, S. 217. - Vgl. auch «Zürcher Kunst nach der Reformation

About the author (2007)

Gudrun Litz, Geboren 1967; Studium der Mittelalterlichen und Neueren Geschichte, Buchwissenschaften, Kunstgeschichte und ev. Theologie in Erlangen, Berlin und Gottingen; 2006 Promotion; z. Zt. wiss. Mitarbeiterin an der Theol. Fakultat der Universitat Erlangen und an der Theol. Fakultat der Universitat Jena.

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