Georg Wilhelm Friedrich Hegel's Werke, Volume 14

Front Cover
Duncker und Humblot, 1833
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 42 - Denn was man gesunden Menschenverstand nennt, ist nicht Philosophie, — oft sehr ungesunder. Der gesunde Menschenverstand enthält die Maximen seiner Zeit. So z. B. wäre es vor Kopernikus gegen allen gesunden Menschenverstand...
Page 255 - Beziehung auf einander, — Alles durchaus sowohl ist, als nicht ist, erscheint und nicht erscheint."" Diefs Resultat kann sonderbar erscheinen. Wir sind nach unserer gewöhnlichen Vorstellung sehr entfernt, diese ganz abstrakten Bestimmungen, das Eine, Seyn, Nichtseyn, Erscheinen, Ruhe, Bewegung usf und dergleichen, für Ideen zu nehmen; aber diese ganz Allgemeinen nimmt Plato als Ideen. Dieser Dialog ist eigentlich die reine Ideenlehre Platon's. Plato zeigt von dem Einen, dafs [es], wenn es ist...
Page 255 - ... als Bewegung, wie auch als Ruhe, Entstehen und Vergehen, ist und nicht ist; oder die Einheit ebensowohl, wie alle diese reinen Ideen, sowohl sind als nicht sind, das Eine ebensosehr Eines als Vieles ist. In dem Satze, „„das Eine ist"" liegt auch, „„das Eine ist nicht Eines, sondern Vieles;"" und umgekehrt, „„das Viele ist,"" sagt zugleich, „„das Viele ist nicht Vieles, sondern Eines.
Page 14 - Die Sophisten sind es, die den einfachen Begriff, als Gedanken (der schon in der eleatischen Schule bei Zeno anfangt, Mich gegen sein reines Gegenbild, die Bewegung, zu kehren), jetzt überhaupt auf weltliche Gegenstände angewendet und mit demselben alle menschlichen Verhältnisse durchdrungen haben...
Page 431 - Der Mangel der aristotelischen Philosophie liegt also darin, daß, nachdem durch sie die Vielheit der Erscheinungen in den Begriff erhoben war, dieser aber in eine Reihe bestimmter Begriffe auseinander fiel, die Einheit, der absolut sie verneinende Begriff, nicht geltend gemacht worden. Dies ist es nun, was die Folgezeit zu leisten hatte.
Page 201 - Pädagogisches. Die Mythe gehört zur Pädagogie des Menschengeschlechts. Ist der Begriff erwachsen, so bedarf er desselben nicht mehr. Oft sagt Plato: „es sey schwer, sich 'über diesen Gegenstand auszulassen, er wolle daher Mythus aufstellen;" leichter ist dies allerdings.
Page 332 - Tätigkeit ist auch Veränderung, aber Veränderung als identisch mit sich bleibend - ist Veränderung, aber innerhalb des Allgemeinen gesetzt als die sich selbst gleiche Veränderung: ist ein Bestimmen, welches ist Sichselbstbestimmen. In der bloßen Veränderung ist dagegen das Erhalten seiner in der Veränderung noch nicht enthalten. Das Allgemeine ist tätig, bestimmt sich; und der Zweck ist das Sichselbstbestimmen, was sich realisiert. Dies ist die Hauptbestimmung, auf die es bei Aristoteles...
Page 48 - Sokrates ist aber nicht wie ein Pilz aus der Erde gewachsen, sondern er steht in der bestimmten Kontinuität mit seiner Zeit. Er ist nicht nur [eine] höchst wichtige Figur in der Geschichte der Philosophie - die interessanteste in der Philosophie des Altertums —, sondern er ist welthistorische Person.
Page 77 - Es ist Verwirrung, mit der die Philosophie überhaupt anfangen muß und die sie für sich hervorbringt; man muß an allem zweifeln, man muß alle Voraussetzungen aufgeben, um es als durch den Begriff Erzeugtes wiederzuerhalten.
Page 272 - Ganze, und umschliesst es ebenso von aussen, und bewegt sich in sich selbst, und hat so den göttlichen Grund eines unaufhörlichen und vernünftigen Lebens in sich selbst.