Charakter und Tendenz des Johannesevangeliums

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Mohr, 1903 - Bible - 71 pages
 

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Popular passages

Page 16 - Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er ein Greis ist? Kann er denn in den Leib seiner Mutter zum zweitenmal eingehen und geboren werden?
Page 16 - Wenn ihr in meinem Worte bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, u und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Page 15 - Zeit bei euch, und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat.* Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, könnt ihr nicht hinkommen. u Da sprachen die Juden unter einander: Wo will dieser hingehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er zu den Zerstreuten unter die Griechen gehen und die Griechen lehren?
Page 42 - wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr".
Page 3 - Gottes) Willen tun, der wird erkennen, ob meine Lehre von Gott ist, oder ob ich von mir selber rede".
Page 36 - wenn ich will , dass er bleibe , bis ich komme , was geht es dich ani"', so klingt das für Petrus etwas abweisend, für den Lieblings] ünger aber ganz besonders ehrenvoll.
Page 11 - Besonders bezeichnend ist, dass sich in der Abschiedsfürbitte Jesu, die man als das hohepriesterliche Gebet zu bezeichnen pflegt eine regelrechte dogmatische Definition findet, in der der Betende sich überdies ganz objektiv als Jesus Christus bezeichnet: „das ist aber das ewige Leben, dass sie dich erkennen, den allein wahrhaften Gott, und den du gesandt v hast, Jesus Christus.
Page 64 - Vorteil dieser Ansicht — in die sonstige Polemik des Evangeliums einfach einzurechnen. Man sagte etwa auf jüdischer Seite, Johannes sei doch ein ganz andrer Mann als Jesus gewesen, er sei viel eher ein Prophet zu nennen ; die Taufe habe er gebracht, nicht Jesus, er habe ja auch Jesus selbst getauft, sei folglich der Grössere, Jesus dagegen sei der Taufe bedürftig gewesen, und dergleichen.
Page 39 - Jesus ist eine geschichtliche Persönlichkeit, eine Individualität gewesen. Der Evangelist zeigt uns statt einer solchen ein göttliches Wesen, das wie ein Fremder majestätisch über diese Erde dahinzieht und dessen „Menschheit" lediglich das Transparent ist, um das göttliche Licht auf Erden hindurchfcheinen zu lassen.

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