Weil's mi' freut!: Neue Gedichte in oberbairischer Mundart

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Meyer & Zeller's Verlag (F. Vogel), 1880 - 130 pages
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Page 63 - Die schöne Predi' Der alte Pfarrer von Waxelmoos, Der hat neuli predigt. Ah, der schießt los! Kreuzhimmelsakra — der hat's ihna g'sagt, All' Leut hab'n g'woant und an jeden hat's packt, Nur oaner lahnt so an der Kirchtür dran.
Page 2 - s Leben nit reuen, Wenn oan no' so mit graue Haar Die greana^) Sachen sreuen. I moan, es schad't an G'sellen net (In gar koan G'schast), wenn oaner Mit Ehren von sein Moaster red't: Und so wie der kann's koaner! Die Zeit geht hin — der Lanks geht her, Ietzt zwitschern halt die Iunga, So is der Brauch, mir zwitschern halt, Die Alten ham's uns g'sunga. ») Der Dialektdichter Franz von Kobell (1803—1882), der I83S „Gedichte in oberbayrischer Mundart" und 1878 „Oberbayrische Volkssti!cke
Page 54 - Wei(b) steht da und woant und flennt Und jammert halt, was 's jammern kann, Denn schaug, er war a guater Mann. „Gel, Weibei," schnackelt er so hin, „Gel," sagt er, „bal i g'storben bin, An Mann, den brauchst ja dengerscht — und — Na' heiratft — halt an — Sepp von Gmund." „„O mei',"" flennt sie, daß sie's ganz z'sprengt, „„An den, da hab i aa scho
Page 5 - Wie mei Bua flucht, dös is a Schand, Mei Weib flucht nit und i fluch nit Und grad der Bua gibt gar koan Fried! Der Himmelherrgottsakra, der — Wo hat jetzt der dös Fluchen her?
Page ix - Das bäuerliche Tun mit seinen Freuden und Leiden, die Wagstücke der Jagd, die Scheunenstücke der Verliebten, farbenreiche Feste und mitunter wohl der Konflikt der Untergebenen mit ihren .Honoratioren', das sind so die nächstliegenden und oft die einzigen Motive; allein sie werden erweitert zu tausendfarbigen Nuancen durch die Auffassung, welche Fantasie und Witz des Volkes an diese spärlichen Begebenheiten knüpft.
Page 64 - Gottes g'storben is?" ,,„Ja,"" sagt der Bua, „„i woaß nit g'wiß; Denn in dem letzten Jahr, dem halb'n, Da war i allweil auf der. Alm, Da hört ma gar nix. Wegen mein Da kunnten's all drei g'storben sein. Is g'wiß wahr,"" sagt er, hat er g'sagt, „„J hätt's wahrhafti nit derfragt.
Page v - Bauers, den er schildern will, hineinträgt und sie als dessen Gedanken dargibt, weil er sie mit dessen Worten ausdrückt. So entstehen die zahlreichen Salongedichte, die der Dialekt besitzt und die der Salon bewundert; sie wirken nicht durch ihre Wahrheit, sie täuschen nur durch ihre Aehnlichkeit; es sind hochdeutsche Gedanken in oberbairischem Gewande, wie man ja auch hochdeutsche Menschen in solchen Kleidern sieht.
Page 119 - Wahlen Und sagen: Gel, bei uns wählst mit! Und trau nur grad die andern nit. Er hat scho hin- und herum tracht Und woaß halt gar nit, wie er's macht. Da fallt ihm auf amal was ein. Halt, denkt er si...
Page 20 - allweil hab' i g'moant, Du sollst no(ch) kemma hoam zu mir, Weil's Bübei gar so thuat nach Dir.
Page 1 - Thoan und Dichten. Und aus die Kinder wer'n Leut Und Ernst werd aus'm G'spaßl; Seitdem han i mi'n Kobell selm ^ Wohl trunken manches Maßl. Und allweil freut's mi, wenn i 'n siech: Sei' Joppen halbet offen; Wenn koaner auf der Jagd was trifft, Der hat fein Gamsbock 'troffen.

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