Wilhelm von Humboldt's gesammelte werke ...

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Alexander von Humboldt
G. Reimer, 1843
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Contents

Unterscheidung des hohen und echten Styls in der Dicht
39
Anwendung des Vorigen auf Herrmann und Doro
41
Seite
44
Mittel wodurch unser Dichter diese der bildenden Kunst
49
In wie fern macht unser Dichter bei seiner Verwandt
56
Dritte und letzte Stufe der Objectivität des Gedichts
62
Homer verbindet die einzelnen Theile seiner Dichtun
68
Homer ist mehr naiv Ariost mehr sentimental
74
Schilderung Herrmanns und Dorotheens
81
Schilderung der Jungfrau in ihrer Wirkung auf Herrmann
84
Dorotheens eignes Erscheinen
91
Eintritt der beiden Liebenden in das Zimmer der
99
Die Verbindung reiner Objectivität mit einfacher Wahr
107
Dieser Mangel an sinnlichem Reichthum zeigt sich auf
114
XL1V Reicher Gehalt dieses Gedichts für den Geist und
125
Eigenthümlichkeit unsres Gedichts in der Verbindung
132
XLV1I Einflufs der geschilderten Eigenthümlichkeit des
138
Zwiefache Beurtheilung eines Kunstwerks
145
Besondre Schilderung jenes allgemein beschattenden
152
Eigenschaften der dichterischen Einbildungskraft in
159
LXll Definition der Epopee
167
Die Tragödie erregt eine bestimmte Empfindung
173
LXXXVHI Plan des Gedichts Gang der Handlung 22
229
Entscheidende Umstände durch welche die Handlung
236
Stetigkeit in den nach einander erregten Empfindungen
244
Verhältnis der Cultur und einer cultivirten Zeit zu
250
Idealität in der Charakter Schilderung Verhältnifs
257
Periodenbau
264
Ueber den Geschlechtsunterschied und dessen
270
Ueber vier Aegyptische löwenköpfige Bildsäulen
302
Sonette Handschriftlich 334390
334
Der Schatten
335
Irdischer Zwiespalt LH 336
336
Das Unwiederbringliche
338
Das fremde Land
339
Kalter Trost 34
340
Die Gesinnung
341
Der Ritter
342

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Popular passages

Page 121 - Denn der Mensch, der zur schwankenden Zeit auch schwankend gesinnt ist, Der vermehret das Übel und breitet es weiter und weiter; Aber wer fest auf dem Sinne beharrt, der bildet die Welt sich.
Page 43 - So vollkommen objecliv hat der Dichter seinen Stoff behandelt. So ist es immer Ein Gegenstand, der ihn beschäftigt, und dieser Eine rein erzeugt durch die Einbildungskraft. XIV. Zweite Stufe der Objectivität unsres Gedichts.
Page 107 - Die vollendete Darstellung der Menschheit durch die Einbildungskraft kann nicht anders, als mit Hülfe der beiden Eigenschaften gelingen, die wir bis jetzt betrachtet haben, nicht ohne einen ruhig bildenden Sinn und eine gewisse Anhänglichkeit an die einfache Wahrheit der Natur. Auf diesen beiden Stücken beruht daher vorzüglich aller Künstlerberuf. Diese glückliche Dichteranlage nun, dieser echte Kunstsinn, der sich, wo er selbst ist, auch auf Andre forterzeugl, war keinem Volk in so hohem Grade,...
Page 281 - Hier nun beginnt der Unterschied der Geschlechter. Die zeugende Kraft ist mehr zur Einwirkung, die empfangende mehr zur Rückwirkung gestimmt. Was von der erstem belebt wird, nennen wir männlich, was die letztere beseelt, weiblich. Alles Männliche zeigt mehr Selbstthätigkeit, alles Weibliche mehr leidende Empfänglichkeit.
Page 260 - ALSO gingen die zwei entgegen der sinkenden Sonne, Die in Wolken sich tief, gewitterdrohend, verhüllte, Aus dem Schleier, bald hier, bald dort, mit glühenden Blicken Strahlend über das Feld die ahnungsvolle Beleuchtung. Möge das drohende Wetter, so sagte Hermann, nicht etwa Schloßen uns bringen und heftigen Guß; denn schön ist die Ernte.
Page 110 - Stoffs als selbst in der Art der Darstellung den Charakter unserer Zeit auf eine gleich unverkennbare Weise an sich trägt. Vielmehr finden wir, wenn wir genauer in diese Vergleichung eindringen, statt einer bloßen Nachahmung des Altertums eine überraschend schöne Vereinigung der wesentlichsten Vorzüge der alten Kunst mit den Fortschritten und Verfeinerungen neuerer Zeiten.
Page 157 - Daher kommt es, dass der Roman, der immer Begebenheiten darstellt, ob er gleich in Absicht seines Umfangs und der Verknüpfung seiner Theile zum Ganzen eine unverkennbare Aehnlichkeit mit dem epischen Gedicht an sich trägt, dennoch so wesentlich von demselben verschieden ist, dass, da diess auf der höchsten Stufe aller darstellenden Poesie steht, es von ihm noch unausgemacht ist, ob er nur überhaupt ein wahres Gedicht und ein reines Kunstwerk genannt werden kann.
Page 63 - Wir fühlen uns von einer Klarheit umgeben, von der wir sonst keinen Begriff haben ; wir empfinden eine Ruhe, die nichts zu stören vermag, weil wir alles, wofür wir nur irgend Sinn haben, in diesem Einen Gegenstande und dort in vollkommener Harmonie antreffen ; alle Kräfte unsres Gemüths gehören der Phantasie, und diese ausschliefsend der Einen reinen, hohen und idealischen Form an, die aus einem solchen Kunstwerke uns entgegenstralt.
Page 250 - Sie geht aber auch noch darauf aus, Selbstständigkeit, Kraft und Leben überall zu tödten, wo sie es findet. In dem Augenblick also, da der Mensch Cultur sucht, muss er ihr auch entgegenarbeiten, in dem Augenblick, da er, das Gebiet der blossen Natur verlassend, in ihr Gebiet hinübertritt, beginnt für ihn ein Kampf, der nicht eher geendigt ist, als bis er sie mit der Natur in Uebereinstimmung gebracht hat.
Page 30 - Denn unser ganzes Wesen ist dann in uns zugleich und in allen seinen Punkten rege und ist schöpferisch...

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