Ilmenau und Stützerbach: eine Erinnerung an die Goethe-Zeit

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Hermann Seemann Nachfolger, 1902 - Ilmenau (Germany) - 97 pages
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Page 35 - Über allen Gipfeln Ist Ruh; In allen Wipfeln Spürest du Kaum einen Hauch; Die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde Ruhest du auch.
Page 30 - Ach wie bist du mir, Wie bin ich dir geblieben! Nein an der Wahrheit Verzweifl ich nicht mehr. Ach wenn du da bist Fühl ich, ich soll dich nicht lieben Ach wenn du fern bist Fühl ich, ich lieb dich so sehr.
Page 38 - Als eine Blume zeigt sie sich der Welt; Zum Muster wuchs das schöne Bild empor, Vollendet nun, sie ist's und stellt es vor. Es gönnten ihr die Musen jede Gunst, Und die Natur erschuf in ihr die Kunst. So häuft sie willig jeden Reiz auf sich, Und selbst dein Name ziert, Corona, dich.
Page 36 - Nehmt freundlich mich in eure Schatten ein, Erquickt von euren Höhn, am Tag der Lieb und Lust, Mit frischer Luft und Balsam meine Brust! Wie kehrt ich oft mit wechselndem Geschicke, Erhabner Berg! an deinen Fuß zurücke. O laß mich heut an deinen sachten Höhn Ein jugendlich, ein neues Eden sehn! Ich hab es wohl auch mit um euch verdienet: Ich sorge still, indes ihr ruhig grünet.
Page 32 - Was ich leugnend gestehe und offenbarend verberge, Ist mir das einzige Wohl, bleibt mir ein reichlicher Schatz. Ich vertrau es dem Felsen, damit der Einsame rate, Was in der Einsamkeit mich, was in der Welt mich beglückt.
Page 31 - Stimme verleih' ich nur dir, wie unter der Menge Einen die Muse sich wählt, freundlich die Lippen ihm küßt.
Page 38 - Und selbst dein Name ziert, Corona, dich. Sie tritt herbei. Seht sie gefällig stehn! Nur absichtslos, doch wie mit Absicht schön. Und hocherstaunt seht ihr in ihr vereint Ein Ideal, das Künstlern nur erscheint.
Page 22 - Wir sind auf die hohen Gipfel gestiegen und in die Tiefen der Erde eingekrochen, und mögten gar zu gern der grosen formenden Hand nächste Spuren entdecken. Es kommt gewiss noch ein Mensch der darüber klaar sieht. Wir wollen ihm vorarbeiten. Wir haben recht schöne grose Sachen entdeckt, die der Seele einen Schwung geben und sie in der Wahrheit ausweiten.
Page 31 - Ich bat den hundertköpfigen Gott, der mich so viel vorgerückt und verändert und mir doch Ihre Liebe, und diese Felsen erhalten hat; noch weiter fortzufahren und mich werther zu machen seiner Liebe und der Ihrigen.
Page 31 - S, das so frisch noch wie von gestern angezeichnet steht geküsst und wieder geküsst dass der Porphyr seinen ganzen Erdgeruch ausathmete um mir auf seine Art wenigstens zu antworten. Ich bat den hundertköpfigen Gott, der mich so viel vorgerückt und verändert und mir doch Ihre Liebe, und diese Felsen erhalten hat; noch weiter fortzufahren...

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