Das angelsächsische gedicht Andreas und Cynewulf: inaugural-dissertation zur erlangung der philosophischen doctorwürde an der Universitaet Leipzig

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E. Karras, 1879 - 58 pages
 

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Page 26 - XXXIII), es scheine ihm kein anlass in den quellen vorgelegen zu haben, dass die Ags. dichter, wenn sie Gott oder einen himmlischen boten auftreten lassen, seines niedersteigens aus dem himmel gedenken und nach Verrichtung seiner Obliegenheiten berichten, derselbe habe sich wieder in die gcfilde der seligen zurückbegeben.
Page 23 - Herausgegeben sind dieselben zunächst von Thilo: Acta SS. apostolorum Andreae et Matthiae et commentatio de eorundem origine, quaestiones novas literarias in annum 1847 positas promulgandi causa edita. Und sodann C. Tischendorf: Acta apostolorum apocrypha, Leipzig 1851, p.
Page 5 - beyond its philological value, which is considerable, has little to claim our attention'. In den noten p. 501 gibt er an, dass die runen in einer der von ihm noch nicht als zusammengehöriges ganzes — Crist — erkannten hymnen, in Juliane und Elene (Vercell.) den namen des dichters Cynewulf verraten und glaubt, Cynewulf sei vielleicht der verfasser des ganzen codex; er hält den dichter für den abt Kenulphus von Peterborough (abt seit 992), der...
Page 19 - Er kürzt seiner quelle gegenüber besonders in der weise, dass er im dialoge mehrere äusserungen ein und derselben person, die in der quelle durch fragen und einwürfe einer anderen unterbrochen werden, zu einer längeren rede vereinigt und so eine zu häufige wiederholung des epischen formelverses, der die antwort anzeigt, vermeidet.
Page 30 - Rieger's und Vetter's. In allen den hier in betracht kommenden werken sind die hauptgesetze dieselben, ihnen fügt sich auch der immer breiter werdende stil. Der unterschied zwischen (lang)versen mit zwei alliterationsstäben und solchen mit drei gestaltet sich wie folgt: In den Rats, überwiegt die dreifache alliteration, ebenso im Cri.; in El. und Jul. tritt die form hinter dem inhalte in etwas zurück, die zweifache überwiegt. An. hat öfters 3 stäbe, B. hat genau ebenso viel verse mit 2 als...
Page 49 - ¿e zusammengesetzten verben wird durchschnittlich öfter verwendet.) Von diesen 120 verben sind nicht weniger als 30, die sich nicht in GW. finden. Von den verbis compositis gehen wir über zu den substantivis compositis. Eine einfache noch in ihrer ausbildung begriffene spräche wird vorzugsweise nur einfache Wörter verwenden, und so wird auch der dichter beim beginn seiner dichterischen laufbahn einfacher und weniger gewählt sich ausdrucken, als später, wenn er die poetische spräche vollständig...
Page 20 - ... beschreibungen von seefahrten und stürmen ; c) durch eingeschobene oder erweiterte schilderungen speciell christlich-biblischen gepräges. 4. Stellenweise folgt er der quelle wort für wort. 5. Anpassungen an Angelsächsische denk- und auffassungsweise...
Page 8 - Räts. 86). Zunächst folgen nun: F. Dietrich. Commentatio de Kynewulfi poetae aetate aenigmatum fragmento e codice Lugdunensi edito illustrata. Universitätsprogramm. Marburg i 859/60. Wir können hier um so kürzer sein, da wir unten ausführlicher gerade auf diese schrift zurückkommen müssen. Die resultate von D.'s forschung sind: 1. Cy. ist auch verfasser von An., Gü., Phoenix, Physiologus (!), Wanderer...
Page 47 - ... nur mitreimen kann; nebenbei auch in nicht reimender hebung An. 424. Der fall, dass die vorangestellte praeposition, sei es im ersten oder zweiten halbverse, den reim allein trägt, kommt nur im An. vor, so 1176, 1237, 1549, in CW. fand sich kein derartiges beispiel. Dass in den angeführten versen auf der praeposition ein besondererer nachdruck liege, will ur:s nicht einleuchten.
Page 10 - ... zu verdanken hätten. - Wahrscheinlich trat der dichter in der folge in den geistlichen stand ein; doch wie dem auch sein möge, seine muse steht fortan ganz im dienste der religion. Seine späteren dichtungen entwickeln gewissermassen nur die motive, welche in dem gedichte von der erscheinung des kreuzes anklingen.

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