Die Athener und Sokrates: die Gesetzlichen und der Revolutionär

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Nicolai, 1837 - 91 pages
 

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Page 54 - Welchen Mann des Volkes er sah, und schreiend wo antraf, Diesen schlug sein Scepter, und laut bedrohte das Wort ihn: Seltsamer, rege dich nicht, und hör' auf Anderer Rede, 200 Die mehr gelten, denn Du.
Page 54 - Seltsamer, rege dich nicht, und hör' auf Anderer Rede, Die mehr gelten denn Du! Unkriegerisch bist du und kraftlos, Nie auch weder im Kampf ein Gerechneter, noch in dem Rathe! Nicht doch werden wir all' hier Könige seyn, wir Achaier!
Page 74 - Es kommt ein Regen", und es geschieht also. Und wenn ihr sehet den Südwind wehen, so sprecht ihr: „Es wird heiß werden", und es geschieht also. Ihr Heuchler! die Gestalt der Erde und des Himmels könnt ihr prüfen: wie prüfet ihr aber diese Zeit nicht? Warum richtet ihr aber nicht von euch selber, was recht ist?
Page 6 - Strafsenecke, auf jedem Spaziergang zupfte er die Athenischen Jünglinge am Mantel, und fragte so lange, bis sie mit dem beschämenden Gefühl des Nichtwissens, aber auch mit Zweifel an dem, was sie bisher für Göttlich gehalten, ihn verliefsen, oder sich gänzlich in seine Lehre begaben.
Page 53 - Welchen der Könige nun und edleren Männer er antraf, Freundlich hemmt' er diesen, mit schmeichelnden Worten ihm nahend: Seltsamer, nicht dir ziemt's, wie ein feiger Mann zu verzagen! Sitz' in Ruhe du selbst, und heiß auch ruhen die Andern!
Page 73 - Sieh als Mensch höher fühlen denn als Bürger ist eine wohlfeile Weisheit; aber mit dieser Weisheit das Recht der Gesetze anzuerkennen und sich ihnen zu unterwerfen , dem Menschen , der Intelligenz ihr Recht zu geben und doch ein guter Bürger zu sein, sich zum Ideal zu erheben und mit dem Ideal nicht gegen die Wirklichkeit, sondern in die Wirklichkeit zurückzukehren, dazu gehört eine Einsicht und ein Wille, die Sokr.
Page 74 - Schrift zu erweisen , dass niemals von einem gesetzlicheren Gericht ein gesetzlicheres Urtheil gesprochen worden sei, als dasjenige, wodurch Sokrates zuerst des Verbrechens des Unglaubens an die Staatsgötter und der Verderbung der Jugend schuldig erkannt und darauf zum Tode verurtheilt wurde.
Page 70 - Stets um Freiheit buhlt das Gemüt, um Kenntnis; Doch um uns liegt rings, wie ein Reif, Beschränkung! Keine Kraft, selbst Tugend vermag der Zeit nicht Immer zu trotzen.
Page 70 - Hier nun sing' ich allein, freundliches Lob verhallt Fernab, selten gehört; aber es schweigen auch Lautgellende Pöbelstimmen, 188 XXVII Der bessere Theil. Iung und harmlos ist die Natur, der Mensch nur Altert, Schuld aufhäufend umher und Elend; Drum verhieß ihm auch die gerechte Vorsicht Tod und Erlösung.
Page 16 - ... siehst ihn wieder dir entgegenkommen, Mit frohem Klang der Zeiten Drang verschönen, Vielleicht von innerlichem Schmerz beklommen; Viel muß ein solcher Geist von solchen Gaben, Wenn er um Leichtsinn buhlt, gelitten haben. Im Kampfe muß er sich entgegen wagen Der eignen Liebe, wie dem...

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