Sachsen's Volkssagen: Balladen, Romanzen und Legenden, Volume 2

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Rudolph & Dieterici, 1838 - Folklore
 

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Page 24 - So nimmt der gute liebe Mann sein Vieh zu Hausgenossen an. Der Stall blieb demgemäß verlassen, und nur der Schwarze hauste drin, auch hätte der gewiß begehret, wenn's ihm der Mehlstaub nicht verwehret, noch in die Mühle selbst zu ziehn; jedoch sein schwarzes Staatshabit bestäubt er sich nicht gern damit. Des Nachts, da poltert's in dem Stalle, da paukt es an die Thüre an, der Teufel raunzt zu solchem Spiele, daß man das Klippeklapp der Mühle...
Page 27 - Hu ! denkt er zitternd - hu, jetzt wird das fremde Viehzeug massakrirt.» 16 Er springt voll Ängsten aus dem Bette, und guckt versteckt zum Fenster 'naus, da hört er erst das Kampfgetöse, die Flüche, Seufzer, Hiebe, Stöße, das Bärgebrüll und das Gebraus. Er läuft hinab und weckt die Zwei : «Mit euren Bären ist's vorbei!
Page 63 - Doch Trudchen wollte nicht mit fort, ihr war's so angst und bange, sie gaben ihr manch gutes Wort, doch sträubte sie sich lange, bis denn zuletzt der Vater spricht: „Geh, Trudchen, mit, und furcht' dich nicht, was mit dir soll geschehen, dem kannst du nicht entgehen.
Page 85 - Er stand todtbleich auf dem Verdeck. Wie flog im Sturm so wild sein Haar, wie furchte seine Stirn der Schreck, wie schlug sein Herz in der Gefahr! Er schaute voll Angst in den Kampf der Natur, dem Ritter nicht bangte, dem Liebenden nur. Und wilder wird des Sturmes Wuth, er wirft das Schiff hinauf hinab, und wühlet Schlünde in die Fluth, als grub' er rastlos Grab an Grab; ihm leuchten die Blitze mit blendendem Schein, verzweistungsvoll blicken die Schisser darein.
Page 28 - Seitdem nun wurde jene Mühle die Katzenmühle nur genannt. Wenn ich an ihr vorübergehe, und auf den Stall daneben sehe, denk' ich: Wie mancher Mann im Land hat eine große Katz' im Haus, und bringt den Teufel doch nicht 'naus ! 4.
Page 26 - Stübchen, und heitzt tüchtig ein, bringt Brandewein, herbei und Essen, und als sie sich recht satt gegessen, da schleppt er Schüttenstroh herein, und holt zur Decke auf der Streu zwei leere Säcke noch herbei. Drauf wünscht er ihnen gute Ruhe, und nimmt das Licht, und geht in'K Nest, wo ihn jedoch ein stilles Sorgen um die zwei Bärenleichen morgen . , -.. erst spät den Schlummer finden, laßt.
Page 25 - rein! Es wird schon Platz für Alle seyn!" „Hier Hab' ich einen Stall; doch freilich, das will ich euch nur frei gesteh'», da drinnen spukt schon langst der Teufel, der wird den Bären ohne Zweifel die Schnauze auf den Rücken dreh'n.
Page 27 - Sie gehn hinaus, und sehn — o Freude! wie just der Teufel retirirt, und sich — das war doch ohne Zweifel recht eigentlich ein dummer Teufel! — ,, aus seiner Wohnung fortskissirt. ^ Die Bare hatten obgesiegt, ' ^ . und waren wohlauf und vergnügt.
Page 9 - Schweif, als wollt' er sich schlingen um Ritter und Roß, wie wälzt er im furchtbar geschlängelten Reif mit zischender Jung' auf den Ritter sich los. Doch dieser weicht klüglich, und bohret behende dem Drachen die Lanz...
Page 28 - Als wenig Tage drauf der Müller bei Nacht einmal nach Hause kehrt, da tritt mit grausigem Getöse urplötzlich vor ihn hin der Böse, und spricht: „Mein lieber Müller, hört! Sind denn im Stall — ei sagt mir's doch! die beiden großen Katzen noch?

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