Unsterblichkeitsglaube in den griechischen Versinschriften

Front Cover
Walter de Gruyter, Jul 30, 2012 - Literary Criticism - 219 pages
0 Reviews

Grabinschriften erlauben einen einmaligen Einblick in die Glaubenswelt des Menschen. Anhand von 64 Inschriften aus dem Mittelmeerraum rekonstruiert diese Studie den Unsterblichkeitsglauben der griechischsprachigen Menschen der Antike. Die Inschriften stammen aus der Zeit vom 5. Jh. v. Chr. bis in das 5. Jh. n. Chr.

Analysiert werden die in den Grabinschriften verwendeten Bilder, wobei sich verschiedene Bestandteile des Unsterblichkeitsglaubens herauskristallisieren: der Träger der Unsterblichkeit, der Ort, an dem man die Unsterblichkeit erlebt, sowie die dort verrichteten Tätigkeiten. Vor diesem Hintergrund lässt sich zudem eine Seelenlehre der Grabinschriften zeichnen.  Die Studie zeigt, dass jeder einzelne Bestandteil des Glaubens sowohl im dies- als auch im jenseitigen Bereich erlebt werden konnte. Das Gesamtbild des Unsterblichkeitskonzepts weist jedoch beträchtliche Inkonsequenzen auf: So kann der Verstorbene mit dem schwindenden Atem identifiziert werden, verrichtet jedoch im Jenseits den Göttern einen ewigen Dienst.

Die Inschriften geben demnach ein Zeugnis für die so oft inkohärenten Vorstellungen einer populären Religiosität, die jedoch von literarischen Topoi und philosophischen Einflüssen geprägt ist.

 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

Einleitung
1
I Epigrammsammlung Text Übersetzung und Kommentar
11
II Analyse des Unsterblichkeitsglaubens
153
Schlußbilanz
208
Bibliographie
211
Indices
221
Comparatio numerorum
251
Herkunfts und Datierungstabelle
254
Copyright

Other editions - View all

Common terms and phrases

About the author (2012)

Matylda Obryk, Ruhr-Universität Bochum.  

Bibliographic information