Die Geschichte der Ästhetik im Altertum: ihrer begrifflichen Entwicklung nach dargestellt

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Reisland, 1893 - Aesthetics, Ancient - 891 pages
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Page 287 - Wer nun erst frisch von der Weihe kommt und einer von denen ist, die dort im Jenseits viel erschauten, der, wenn er ein göttliches Antlitz, welches die Schönheit wohl nachbildet oder eine Körpergestalt erblickt, wird zunächst, der damals erlebten Bedrängnis gedenkend, von Bestürzung befallen, dann aber recht zu ihr hintretend, erkennt er ihr Wesen und verehrt sie wie einen Gott, denn die Erinnerung zur Idee der Schönheit erhoben schaut diese wiederum neben der Besonnenheit auf heiligem Boden...
Page 287 - ... Einfühlung« jahrzehntelang zur einflußreichsten ästhetischen Theorie machte, liegt darin, daß er Kunst und Kunsttheorie zum Hauptträger dieses »religiösen Atheismus« erhebt. Schon in der ersten Selbstkritik sagt er: »Wenn das Schöne nicht wäre, so gäbe es keinen Punkt, auf...
Page 893 - Inhalt: 1) Die Lehre des Aristoteles von der Ewigkeit der Welt. 2) Ueber die griechischen Vorgänger Darwin's. 3) Eine heidnische Apokalypse. 4) Ueber den wissenschaftlichen Unterricht bei den Griechen. 5) Ueber akademisches Lehren und Lernen. 6) Ueber die Bedeutung der Sprache und des Sprach - Unterrichts für das geistige Leben.
Page 380 - Ferner unterschieden sich die Griechen noch durch eine doppelte Umkehrung von uns. Wir verlegen die sinnliche Seligkeit auf die Erde und das sittliche Ideal in die Gottheit. Die Griechen geben den Göttern das Glück, den Menschen die Tugend.
Page 287 - Die, eine Glorie von Orionen Ums Angesicht, in hehrer Majestät, Nur angeschaut von reineren Dämonen, Verzehrend über Sternen geht, Geflohn auf ihrem Sonnenthrone, Die furchtbar herrliche Urania, Mit abgelegter Feuerkrone Steht sie — als Schönheit vor uns da.
Page 894 - Centralorgaus im Besonderen unter irgend einem theoretischen oder praktischen Gesichtspunkt von Wichtigkeit ist, dürfte die „Kritik der reinen Erfahrung" von hervorragendem Interesse sein, — in erster Linie also für Philosophen , Psychologen, Pädagogen, Juristen, Nationalokonomm, Physiologen und Psychiater.
Page 6 - Thetis bildet für alle Zeiten das Vorbild, nach welchem die dichterische Phantasie der Griechen diesen Körperteil ihrer Gebilde zeichnet . . . Keinem Manne oder mannhaft gedachten Gotte legt Hesiod Schönheit bei; auch bezeichnet sie hier noch keinerlei inneren Wert. Sie erscheint ganz vorwiegend als die äußere Gestalt des Weibes, an Aphrodite und die okeanischen Lebensformen gebunden.
Page 893 - Lessing als Theolog. 9) Drei deutsche Gelehrte: 1. Albert Schwegler; 2. Theodor Waitz; 3. Georg Gottfried Gervinus. 10) Die Politik in ihrem Verhältnis» zum Recht. 11) Das Recht der Nationalität und die freie Selbstbestimmung der Völker. 12) Nationalität und Humanität. 13) Ueber die Aufgabe der Philosophie und ihre Stellung zu den übrigen Wissenschaften. 14) Ueber die gegenwärtige Stellung und Aufgabe der deutschen Philosophie.
Page 6 - Wahlverwandtschaften" herrschend geworden. Wenn sie so in ihr Zentrum hineinführt, weist sie andrerseits wieder zurück auf den mythischen Ursprung ihres Bildes vom schönen Leben und erlaubt mit vollendeter Klarheit es zu erkennen. „In dem Elemente, dem Aphrodite entstieg, scheint die Schönheit recht eigentlich heimisch zu sein.
Page 894 - Seienden" und Verwandtes behandeln, sucht die „Kritik der reinen Erfahrung" den Gedanken einer allgemeinen Theorie des menschlichen Erkennens (und Handelns) zu verwirklichen, indem sie das Erkennen, wie es als ein tatsächliches „inneres Erleben" von den Individuen ausgesagt wird, ganz allgemein nach Beschaffenheit und Zusammenhängen zu beschreiben unternimmt.

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