Geschichte des Hoftheaters zu Dresden: Von seinen anfängen bis zum jahre 1862

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W. Baensch, 1878 - Sächsische Staatstheater - 672 pages
 

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Page 187 - Lauter schwülstige und mit Harlekins-Lustbarkeiten untermengte Haupt- und Staats-Aktionen, lauter unnatürliche Romanstreiche und Liebesverwirrungen, lauter pöbelhafte Fratzen und Zoten waren dasjenige, so man daselbst zu sehen bekam.
Page 546 - Das erste Gesetz dieses Freistaates, das ihm die schönste Sicherung seines Bestehens gebe, sei: Die höchste vollziehende Gewalt ruht in dem Königshause Wettin und geht in ihm von Geschlecht zu Geschlecht nach dem Rechte der Erstgeburt fort. Der Eid, den wir diesem Staate...
Page 181 - Meinung gewesen, dass man im Deutschen alle Reime abschaffen solle. Nur Uebersetzungen der alten und ausländischen Poeten, worin ohnedies so viel Zwang ist, sollten von Rechtswegen dieses Vorrecht haben, ohne Reime zu erscheinen, bis etwa die Ohren der Deutschen diese Art gewohnt würden, und irgend einmal ein grosser Dichter aufstände, der Geschicke, Feuer und Herz genug hätte, ein Heldengedichte oder ein Trauerspiel ohne Reime zu machen' (Danzcl, Gottsched und seine Zeit S.
Page 516 - Deklamationsmanier noch nie gewagt. Wenn er längere Zeit im Amte geblieben und zu mehr Autorität gelangt wäre, würde er, trotz der anregenden Bewegung, welche er in die künstlerische Tätigkeit brachte, doch dahin gewirkt haben: die Natur in den Darstellungen der Dresdner Kunstgenossenschaft, auf welche Tieck, und dessen Anhänger Eduard Devrient, so dringend gehalten - zu verfälschen und so der Kunstanstalt schädlich zu werden. Er gewann darüber...
Page 504 - Nacht gingen gleichgültig und unbemerkt an ihm vorüber. Für seine Umgebung hatte dieses stumpfe Hinstarren etwas Schreckenerregendes. Am Tage der Beerdigung übersandte die Königin einen reichen Blumenkranz. Als man ihm davon Nachricht gab, fand er die ersten Thränen.
Page 57 - ... sie sich, da ging die Schminke, womit sie sich angestrichen hatte, auch fort. Der Bräutigam kam endlich, gedachte seine Braut zu umfangen, wie er sie aber ansichtig ward, erschrak er, und gedachte, es wäre ein Gespenst.
Page 18 - Comödien zu spielen soll man um der Knaben in der Schule willen nicht wehren, sondern gestatten und zulassen, erstlich, daß sie sich üben in der lateinischen Sprache; zum Ändern, daß in Comödien fein künstlich erdichtet, abgemalet und fürgestellt werden solche Personen, dadurch die Leute unterrichtet, und ein Jglicher seines Amts und Standes erinnert und vermahnet werde...
Page 77 - HAMLET. Habt ihr noch alle drey Weibspersonen bey euch, sie agirten sehr wohl? CARL. Nein, nur zwey, die eine ist mit ihrem Mann an den Sächsischen Hof geblieben. HAMLET. Wie ihr zu Wittenberg waret, so agirtet ihr dazumal gute Comödien. Allein, ihr hattet etliche Bursche bey euch, die hatten gute Kleider an, aber schwarze Hemden, etliche hatten Stiefeln an, aber keine Sporen. CARL. Ihro Hoheiten, man kann oft nicht alles haben...
Page 314 - Ein Herz ganz zur Theilnahme geschaffen, über den Kleinigkeitsgeist der gewöhnlichen Cirkel erhaben, voll edlen, reinen Gefühls für Wahrheit und Tugend, und selbst da noch verehrungswerth, wo man ihr Geschlecht sonst nicht findet.
Page 78 - Dame machen, auch nicht so viel spanische Pfauentritte und solche Fechtermienen, denn ein Potentat lacht darüber, fein naturell ist das beste...

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