Ist der papst souverän?

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Druck der "allgem. rheinischen Volkszeitung, 1898 - Papacy (International law) - 64 pages
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Page 29 - Quod autem diximus et corpore et animo adquirere nos debere possessionem, non utique ita accipiendum est, ut qui fundum possidere velit, omnes glebas circumambulet: sed sufficit quamlibet partem eius fundi introire, dum mente et cogitatione hac sit, uti totum fundum usque ad terminum velit possidere.
Page 30 - ... nos debere possessionem, non utique ita accipiendum est, ut, qui fundum possidere velit, omnes glebas circumambulet: sed sufficit quamlibet partem eius fundi introire, dum mente et cogitatione hac sit, uti totum fundum usque ad terminum velit possidere.
Page 59 - Der Papst hat die Macht, die herkömmliche Anzahl von Wachen für seine Person und zur Bewachung der Paläste zu halten, ohne Benachtheiligung der Pflichten, welche aus den Gesetzen des Königreiches für solche Wachen sich ergeben.
Page 31 - Papste der Nießbrauch der apostolischen Paläste des Vatikans und des Laterans nebst allen dazu gehörigen oder davon abhängigen Gebäuden, Gütern und Grundstücken, sowie die Villa von Castel Gandolfo nebst deren Umgebung und Zubehör. — Die besagten Paläste, Villa und deren Zubehör, sowie auch die daselbst befindlichen Museen, die Bibliothek und die Kunst- und archäologischen Sammlungen sind unveräußerlich und frei von jeder Steuer oder Abgabe, sowie von der Expropriation zu öffentlichen...
Page 32 - Gewalt zu sichern. — 7. Kein Staatsbeamter oder Polizeiagent kann zur Ausübung von Amtshandlungen in die Paläste und Oertlichkeiten, wo der Papst gewöhnlich residiert oder sich zeitweilig aufhält, oder wo das Konklave oder ein ökumenisches Konzil versammelt ist, ohne die Ermächtigung des Papstes, des Konklave oder des Konzils eindringen.
Page 56 - Immunitäten, 25 welche in Gemäßheit des Völkerrechtes den diplomatischen Agenten zukommen . . Den Gesandten Seiner Heiligkeit bei den auswärtigen Regierungen sind im Gebiete des Königreichs die herkömmlichen völkerrechtlichen Prärogativen und Immunitäten sowohl beim Abgang nach dem Orte ihrer Mission als bei der Rückkehr von demselben zugesichert.
Page 55 - ... das braucht der Herr Vorredner uns nicht in dieser schulmäßigen Weise darzulegen, daß Seine Heiligkeit der Papst das ist; wir erkennen ihn auch in dieser Eigenschast vollkommen an. Aber es ist die Eigenschast, das Haupt einer Konsession zu sein, welche in Deutschland Bekenner hat, noch kein Grund, einen diplomatischen Vertreter bei einem solchen Haupte zu haben.
Page 22 - Die Anerkennung ist eben nichts als die Bekräftigung der völkerrechtlichen Existenz und die Zulassung eines neuen Gliedes in die schon bestehende völkerrechtliche Genossenschaft." Man erwartet jetzt zu dieser Behauptung die Begründung und findet sie in folgendem: „Anderseits bedarf es für ihn (seil, den neuen Staat) keiner ausdrücklichen Anerkennung der schon bestehenden Mächte zu seinem Dasein; er ist ein Staat, weil er es ist...
Page 44 - zeigen sich als zwei durchaus selbständige Gewalten, die auf den ihnen gemeinsamen Gebieten streng koordiniert, nicht aber subordiniert agieren, und zwar deshalb, weil die Kirche ihr Recht und ihre Existenz unmittelbar von Gott und nicht vom Staate herleitet, mithin eine völkerrechtliche Person im eminenten Sinne bildet.
Page 47 - Befehle der geistlichen auszuführen; das weltliche Schwert ist zu führen nach dem Winke und der Zulassung des Priesters; da der Papst die volle, unmittelbare und ordentliche Gewalt über die ganze Kirche hat, so folgt, dass die weltliche Gewalt unbedingt dem Papste zu gehorchen hat.

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