Die Frau: Monatsschrift für das gesamte Frauenleben unserer Zeit, Volume 4

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F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung, 1897 - Women
 

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Page 365 - Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder soll auferstehen. Martha spricht zu ihm: Ich weiß wohl, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am jüngsten Tage. Jesus spricht zu ihr: Jch bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubet, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben.
Page 355 - Hier war jede Zeile, die Entsagung, Verneinung, Resignation schrie, hier sah ich einen Spiegel, in dem ich Welt Leben und eigen Gemüth in entsetzlicher Großartigkeit erblickte. Hier sah mich das volle interesselose Sonnenauge der Kunst an, hier sah ich Krankheit und Heilung, Verbannung und Zufluchtsort, Hölle und Himmel.
Page 12 - Aufsteigt der Strahl und fallend gießt Er voll der Marmorschale Rund, Die, sich verschleiernd, überfließt In einer zweiten Schale Grund ; Die zweite gibt, sie wird zu reich, Der dritten wallend ihre Flut, Und jede nimmt und gibt zugleich Und strömt und ruht.
Page 114 - Wer aber ärgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, da es am tiefsten ist.
Page 331 - Diese Bedingtheit durch die Mutterschaft zeigt sich — wie auch hier wiederum das Einzelwesen abweichen möge — im Wesen der ganzen Gattung. Sie bringt in die weibliche Eigenart jenen bekannten Zug zum Persönlichen, Konkreten, jene schnellere und tiefere Fühlung mit menschlicher Eigenart; sie ist der Urgrund des psychischen Altruismus, des Mitleids, der Liebe, die auch in ihren geistigsten Formen die Züge des Weibes trägt.
Page 357 - Sie wußte, daß mir zu helfen sei, und hat mir geholfen. Sie hat jeder Schmach getrotzt und jede Verdammung über sich genommen.
Page 459 - Sie haben's nur immer mit der Vernunft, und zwar mit der auf die bürgerlichen Verhältnisse gerichteten, in welchen allein sie leben, weben und sind; auch alle Sittlichkeit, welche sie anerziehen möchten, ist nichts anderes als dieses. Darum ekelt mir so unmenschlich vor ihren pädagogischen Büchern und ihrem Tun; einmal habe ich schon mein Herz darüber ausgeschüttet, es wird aber noch öfter...
Page 358 - ... Stadt zurück; er schwieg und sah dabei mit einem Blick lange in sich hinein, der mit einem Worte nicht zu bezeichnen wäre. Er begann an diesem Tage sein sechzigstes Lebensjahr: alles Bisherige war die Vorbereitung auf diesen Moment. Man weiß, daß Menschen im Augenblick einer außerordentlichen Gefahr oder überhaupt in einer wichtigen Entscheidung ihres Lebens durch ein unendlich beschleunigtes inneres Schauen alles Erlebte zusammendrängen und mit seltenster Schärfe das Nächste wie das...
Page 336 - Wenn sich Sokrates für seine Lehre, Archimedes für seine Zirkel, Giordano Bruno für seine Philosophie töten ließ, so fand man bei den Ausgrabungen in Pompeji die Leichen der Mütter schützend über ihre Kinder gebeugt, so starb Arria dem Pätus zuliebe...
Page 255 - Wir sind für Regelung der Frauenfrage im Sinne einer größeren Sicherung der persönlichen und wirtschaftlichen Stellung der Frau und ihre Zulassung zu solchen Berufen und öffentlich rechtlichen Stellungen, in denen sie die fürsorgende und erziehende Thätigkeit für ihr eigenes Geschlecht wirksam entfalten kann.

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