Geschichte des eidgenössischen Freistaates Bern von seinem Ursprunge bis zu seinem Untergange im Jahr 1798, Volume 4

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C. Fischer, 1838
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Page 148 - Hände auf den Rücken , legten ihm einen aus Weiden geflochtenen Zaum in den Mund , steckten ihm hölzerne Klammern an Ohren und Nase, wanden ihm einen Strohkranz um den Kopf, und so führten sie ihn unter schallendem Gelächter des von allen Seiten zusammenströmen, den Volks mit Pfeifen und Trommel zum Lande hinaus.
Page 188 - Gefechten still und unbeweglich auf einer Anhöhe und sahen dem Kampfe ruhig zu, indem sie vorschützten, sie seien bloß für den Fall der...
Page 200 - Nachrichter anbefohlen werde, der ihn, unten aus, auf die gewöhnliche Richtstätte führen, ihm daselbst mit dem Schwerte das Haupt abschlagen, dasselbige mit dem schändlichen, zu Hutwyl aufgerichteten Bundesbrief an den Galgen heften, den Leib aber in vier Stücke und Theile zerhauen, und an allen vier Hauptstrassen aufhängen, und hiemit nach dieser löbl. Stadt Bern Rechten vom Leben zum Tode hinrichten solle.
Page 85 - Schicksal fruchtlos gestritten wurde/ schmachtete er unterdessen zu Schwyz im Gefängnisse. An der Folter waren ihm schon in Wyl die Arme aus den Gelenken der Schulter gerenkt und nicht wieder eingerichtet worden/ so daß er...
Page 188 - Haufen und mit um : so größerer Eilfertigkeit nach Hause, als die Nachricht sich verbreitete , daß die Bernischen Truppen von Langenthal her nach , dem Kanton Luzern vorrücken. ") Die Entlebucher , immer . noch trotzigen und ungebeugten Sinnes, ergaben sich nicht, « sondern führten , auf neuen Widerstand sinnend , die der Stadt ! Sursee geraubten Feldstücke mit sich fort. ") Den 9. Juni brach General Zweyer...
Page 183 - Muthwillen verübt hatten , und als sogleich das Gerücht stch verbreitete, daß eine bedeutende Zahl derselben geraden Wegs nach Luzern, den dortigen Bauern zu Hilfe, ziehen werde, schrieb die Regierung am 20. (30) Mai dem Niklaus Leuen...
Page 173 - Gasag« (nach dem italienischen : ca»2ce»; — französisch : ca52<zue. „ - ^ gehalten, und ihm der Ort bezeichnet werden, damit er, falls Leuenberg es wünsche , selbst dabei erscheinen , und seine guten Dienste zu Herstellung des Friedens zwischen der Regierung und den Unterthanen leisten könne , wobei der französische Gesandte den Leuenberg noch um Ertheilung der nöthigen Befehle bat, daß künftig die an die französische Gesandlschaft addressirten Griefe von den Bauern nicht mehr ausgefangen...
Page 148 - Vcrsamm» lung der Geschwornen schriftlich verfaßten Beschwerdepunkte des Landes Entlebuch verlesen und von der ganzen Versammlung mit dem Beschlüsse bestätigt , es solle der Regierung hierüber eine schriftliche Mittheilung gemacht, und derselben erklärt wer» den, daß die sieben Kirchgemeinden des Entlcbuchs nicht eher ruhen werden, bis all diesen Beschwerden abgeholfen sei.
Page 189 - Werdmüller durch Schreiben vom 27. Mai (6. Juni) Kenntniß vom Ausmarsche des Bernerischen Heeres , und ersuchte ihn , mit seinen Truppen das Land hinauf zu rücken , und sich mit den Bauern , die schon so häufig den Frieden wieder gebrochen hätten , in keine weitere Unterhandlung mehr einzulassen. Inzwischen wurden zu Wangen und in der ganzen Umgegend die Rädelsführer eingefangen , iene , die sich widersetzten , niedergemacht ; das Städtchen Wiedlisbach wurde den Soldaten zur Plünderung überlassen....
Page 171 - Die ganze Gemeinde des Landes Entlebuch," das andere unter» schrieben: „Landespannerherr , Landshauvtmann, Lands se hndrich und Geschworne der Gemeinde Entlebuch," beide vom 5. Mai datirt , und gleichen Inhalts, worin sie erklärten, «daß, wofern ihnen ihre Siegel und Briefe von der Stadt Luzern nicht herausgegeben werden, sie sich mit ihren Abschriften behclfen, und sich von ihren Herren und Obern trennen wollen.

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