Deutsche Schachzeitung, Volumes 60-61

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de Gruyter, 1905 - Chess
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Page 279 - Zukunft berechtigt, verteidigt sich aggressiv. Aber weder das eine noch das andere System kann gegen korrektes Spiel aufkommen: Die schwarze Stellung trägt den Todeskeim in sich, schon jetzt, wo sie noch sehr schön aussieht. 11. c3— c4 Weiß spielt zum zweiten Male Damengambit! 11 d5xc4 Damit schenkt Schwarz dem Gegner einEntwicklungstempo, gewinnt jedoch durch seinen nächsten Zug eins zurück.
Page 211 - Man beachte die merkwürdige Tatsache, daß Schwarz einen nicht unerheblichen Vorsprung in der Entwicklung besitzt, aber trotzdem schlechter steht. Seine Bauernstellung auf dem Damenflügel ist gelockert und auf dem Königsflügel wird er .durch den beständig drohenden Angriff von Springer und Damenläufer auf den Punkt g7 beunruhigt. 16.
Page 242 - Lei— b2 Dd7— e7 23. c3— c4 Sd5— e3 24. d4— d5 Lf6— g5 "Weiß hat sich etwas herausgearbeitet, indes hat Schwarz immer noch ein total überlegenes Spiel. Anstatt des überfeinen Läuferzuges sollte er aber einfach die Läufer tauschen, womit er sofort ein Übergewicht erreichte, z. B. 24 Lb2: 25.
Page 279 - Der entscheidende Fehler, den auch Alapin gegen denselben Gegner beging. Der (übrigens minimale, aber trotzdem entscheidende) Fehler liegt darin, daß Schwarz gezwungen werden kann, auf c3 zu tauschen und so das weiße Zentrum zu verstärken und Angriffslinien auf dem Damenflügel zu öffnen.
Page 210 - Dd8xe7 u 7. c4xd5 Se4xc3 8. b2xc3 e6xd5 Weiß hat nun mehrere kleine Vorteile erreicht: erstens die offene b-Linie, auf der beständig ein Druck ausgeübt und die Entwicklung des Läufers c8 behindert wird; sodann die Möglichkeit, mit c3 — c4 im Zentrum vorzugehen und so zum zweiten Male Damengambit zu spielen, und endlich die Möglichkeit, früher oder später auch mit dem e-Bauern vorzugehen. Alle diese Momente kommen im Verlaufe der Partie zur Geltung. 9. Ddl— b3! c7— c6 10. e2— e3 0—0...
Page 74 - A gesagt hatte, mußte er auch mit 9 , f6 B sagen, um den Läufer später gegen den Springer zu tauschen; die Folge davon wäre eine Lockerung und Gefährdung seines Königsflügels gewesen, aber dafür hätte er Aussichten auf Gegenangriff im Zentrum oder auf der Damenseite erlangt, z. B.: 10.
Page 242 - Nun kostet der weiße Freibauer eine Figur und gar eine schwere! Daß der weiße Freibauer früher einen solchen Druck ausübt als der schwarze, kommt davon her, daß Schwarz seine Bauern vereinzelt vorgeschickt und dadurch Zeit verloren hat und endlich nicht rechtzeitig daran gedacht hat, das Beispiel des Gegners nachzuahmen und den Freibauer zu stoppen.
Page 279 - ... den beiden letzten Zügen hat Weiß die kleinen Drohungen des Gegners pariert, und man fängt schon an zu sehen, was dem schwarzen Spiel fehlt: ein Zentrum, und sodann offene Linien für seine Türme, die in der d- und (eventuell) e-Linie auf Granit beißen, während die weißen in der b- und c-Linie auf die ursprünglichen Schwächen des schwarzen Spiels zielen werden. — Schlägt Schwarz mit dem Läufer den Springer, so wird er noch schlechter stehen: das weiße Zentrum wird noch mehr verstärkt,...
Page 280 - Sf3— d2 Jetzt, wo Schwarz nach Lf3: gleich mit Th6 und Dh4 anzugreifen droht, hält der Springer natürlich nicht mehr still , sondern strebt nach fl , wo er ganz allein den Königsflügel gegen alle möglichen Angriffe schützt. 15 Ta8— e8 16.
Page 211 - Auch andere Fortsetzungen ergeben, wie eingehende Analysen gezeigt haben, kein befriedigendes Spiel für Schwarz. Es war allerdings sehr schwer für Weiß, aus dem minutiösen Eröffnungsvorteil einen Angriff zu gestalten. 18. La2xc4 Le6xc4 19.

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