Das Indische Problem

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Stein, 1903 - Chess - 176 pages
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Page 40 - Problem nur bedingungsweise zu brauchen ist, schliessen wir sie vorläufig von unseren Betrachtungen ganz und gar aus. Jede teilbare Schußlinie kann von der Schußlinie eines jeden Steines durchschnitten werden. Natürlich muß dabei der Durchschnittspunkt mit dem Mittelpunkt eines Feldes zusammenfallen. Um jedes Mißverständnis auszuschließen, stellen wir auf den beiden folgenden Diagrammen Beispiele derjenigen acht Durchschnittspunkte dar, mit denen wir es nun zu tun haben werden. Links die...
Page 40 - Felder gezogen denken. Wir unterscheiden zweierlei Schußlinien: 1. Die Schußlinien der langschrittigen Steine (Dame, Turm und Läufer). Die Länge dieser Linien ist veränderlich, also teilbar. 2. Die Schußlinien der kurzschrittigen Steine (König, Springer und Bauer). Die Länge dieser Linien ist konstant, also unteilbar. Weil die Dame aus besonderen Gründen, die wir später erörtern werden, für das indische Problem nur bedingungsweise zu brauchen ist, schliessen wir sie vorläufig von unseren...
Page 42 - Problems noch nicht erfüllt, so stellt es dem Löser die Aufgabe, dem Durchschnittspunkte seine Bedeutung erst zu. schaffen. Der erste dieser beiden Fälle, das Erkennen, liegt bei Anderssen vor. Sein Problem erfüllt beide Bedingungen schon in der Anfangsstellung. Den zweiten Fall, das Schaffen, behandelt das Indische Problem. In seiner Anfangsstellung hat der Durchschnittspunkt noch nicht die richtige Lage zwischen Mattfeld und zielendem Offizier.
Page 53 - Problem die Idee in den beiden letzten Zügen steckt. Herlin hat also diese beiden Ideenzüge auseinandergezogen, so daß der erste schon den Anfang seiner Lösung bildet. Wir müssen uns darüber klar werden, was die beiden Läuferzüge, die den Zwischenraum zwischen den beiden Königszügen ausfüllen, zu bedeuten haben.
Page 26 - Druck erschienen war, im Jahre 1842, hat er ein kleines Heftchen: „Aufgaben für Schachspieler" herausgegeben, aus dem alsbald — fast immer ohne Quellenangabe — zahlreiche Proben in die Schachzeitungen des Auslandes übergingen und seinen Namen berühmt machten. In einem Nachdruck, der nach einigen Jahren in England veranstaltet wurde, heißen diese Probleme schon: „The sixty celebrated positions of Anderssen ". Am 15. August 1846 feierte ihn die „Leipz. 111. Ztg.
Page 40 - Aussicht erschloss auf ein Gebiet, das bis dahin ganz unbeachtet geblieben war, obgleich es für die Problemkomposition von der allergrößten Wichtigkeit ist. Denn dieses Problem macht aufmerksam auf die Bedeutung des Durchschnittspunktes der Schußlinien zweier Steine.
Page 54 - Mattkombinationen voraus. Das Herlin'sche Läufermanöver ist zwischen diese beiden Züge hineingeschoben. Man überzeugt sich leicht, daß, wenn man in einem indischen Problem die Reihenfolge der beiden Züge umkehren will, dies nicht anders möglich ist, als dadurch, daß man den Kritischen Zug durch das Herlin'sche Manöver ersetzt.
Page 26 - Schach spielernamen des 19. Jahrhunderts, und alle Welt feiert seinen Träger als einen der größten Repräsentanten des Kombinationsspieles. Weniger bekannt ist es, daß er seinen Ruhm nicht durch die Spielpraxis, sondern durch die Problemkunst begründet hat. Lange Zeit schon, bevor eine seiner Partien im Druck erschienen war, im Jahre 1842, hat er ein kleines Heftchen: „Aufgaben für Schachspieler...
Page 39 - Die beiden letzten Züge werden im Indischen Problem vom Turm, bei Anderssen vom König ausgeführt. Beide Züge haben in beiden Problemen den gleichen Zweck. Der vorletzte Zug unterbricht die Schußlinie des Läufers und hebt dadurch die Patt»tellung des schwarzen Königs auf. Der letzte Zug legt diese Schußlinie wieder frei und bietet Abzugsscliach. Indem er zugleich dem König das Fluchtfeld abschneidet, wird er zum Mattzug.

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