Wiener Schachzeitung, Volume 6

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1903
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Page 76 - Partie, es ist nur leichter verständlich und daher auch leichter zu führen, weil immer „etwas los" ist. Das Gambitspiel ist im Schach ungefähr das, was der Plakatstil in der Malerei oder die Tanz- und Militärmusik in der Tonkunst, ein Gemälde von lauter schreienden Farben, ohne gebrochene Töne, ohne intime Reize. Sowie ein begabter Spieler die Anfangsgründe des Schachspieles gelernt hat, spielt er fast ausschließlich Gambits, da er die Finessen dieses Spieles am schnellsten auffaßt.
Page 125 - Das Königsgambit ist keineswegs interessanter als beispielsweise die spanische Partie, es ist nur leichter verständlich und auch leichter zu führen, weil immer ,etwas los' ist." „Sowie ein begabter Spieler die Anfangsgründe des Schachspieles gelernt hat, spielt er fast ausschließlich Gambit, da er die Finessen dieses Spieles am schnellsten auffaßt
Page 214 - Bemis versprach, obwohl Weiß 4 (!) Bauern für die Qualität behält. Das Endspiel ist auch theoretisch höchst interessant, denn die Fälle, in denen ein Turm gegen eine derartige Übermacht aufkommen kann, sind sehr selten. Der Läufer allein ist nicht imstande, das Vorrücken des g-Bauers durchzusetzen, und der weiße König — das ist die Pointe — kann das Avancement des Pions nicht unterstützen. 38.Le6 X Sg6 — e 5 Dieser Plan erforderte die Voraussicht von mindestens 8 Zügen, denn er...
Page 126 - Sie selbst haben mir ja den gefährlichen Weg empfohlen. Ganz richtig, sagte der Oberkritikus, aber nun haben Sie etwas gelernt, Sie wissen jetzt, daß es Fälle gibt, in denen es gut ist, durch die Pappelallee zu gehen, und wieder andere, in denen es gut ist, durch den Bach hinaufzuwaten. Als ob das nicht jedermann wüßte! Sicherlich kommt es im Schach nur darauf an, die guten Züge von den schlechten zu unterscheiden. Aber gerade diese Unterscheidung ist in den Gambitspielen unendlich schwierig....
Page 288 - Dollars) verkauft werden. Der Ertrag dieses Buches soll zur Deckung der Unkosten des Wettkampfes zwischen beiden Gegnern gleichmäßig geteilt werden. 10. Eine Neuveröffentlichung des obigen Buches soll nicht vor zwei Jahren nach Beendigung des Wettkampfes stattfinden und es soll der Gewinner des Wettkampfes alle Rechte für weitere Ausgaben des Buches erhalten. 11. Im Falle irgendwelcher Differenzen entscheidet ein später zu wählender Unparteiischer.
Page 127 - Spanischen" kann ich mich zuweilen ein wenig gehen lassen. Fällt mir momentan nichts Vernünftigeres ein, so spiele ich das beliebte Manöver Sbl — c3 — e2 — g3, oder Sbl — d2 — fl— g3. Will ich keine direkten Angriffe unternehmen, so kann ich im eigenen Lager Truppenverschiebungen ausführen. Ich kann Rückzüge auf die letzte Reihe, wie Steinitz, antreten, oder gar wie Walbrodt in seiner denkwürdigen Partie gegen Blackburne (Dresden 1892) mich mit Ta8 — b8 — a 8 — a 6 — a8...
Page 76 - Lf8 — c 5 ausnutzen. Vermutlich erwarten die Veranstalter viel interessantere Partien zu sehen, als auf den bisherigen Turnieren, eine Hoffnung, die sich wohl als irrig erweisen wird. Das Königsgambit ist keineswegs interessanter als beispielsweise die spanische Partie, es ist nur leichter verständlich und daher auch leichter zu führen, weil immer „etwas los
Page 288 - Stunden täglich gespielt werden. 7. Es soll nicht mehr als eine Partie in zwei aufeinanderfolgenden Tagen zum Austrag gelangen. 8. Beide Gegner geben ihr Wort, eine schwebende Partie nicht am Brett oder anderswie durch Ziehen der Figuren zu analysiren und Ratschläge Fremder zurückzuweisen. 9. Es soll ein Buch, genannt „Der Wettkampf L äs k er- Tarrasch um die Weltmeisterschaft" in deutscher und englischer Sprache herausgegeben werden.
Page 127 - Wird nun Schwarz den König nach e 8, g 7 oder g 6 spielen? Soll ich dann 9. Sbl — c3 oder 9. d2 — d4 ziehen? Wird Schwarz nach 9. Sbl — c3 den Läufer nach e7, b4 oder g 7 spielen? Oder wird er 9. D d8 — f6 oder 9.
Page 127 - Ta8 — b8 — a 8 — a 6 — a8 — b8 — a8... amüsiren. Alle diese Liebhabereien, Exzentrizitäten, Tempoverluste müssen noch nicht unbedingt zum Verlust führen; im Gegenteil, sehr oft gewinnt man gerade auf diese Weise die Partie. Hierbei kommen mir in den landesüblichen Eröffnungen große Studien und fremde Erfahrungen trefflich zu statten.

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