Geschichte der landständischen Verfassung in Kurhessen: ein Beitrag zur Würdigung der neueren teutschen Verfassungen überhaupt

Front Cover
Krieger, 1834 - Constitutional history - 330 pages
0 Reviews
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 325 - Pflichten nicht gehindert werden. §. 28. Die Freiheit der Presse und des Buchhandels findet in ihrem vollen Umfange statt, jedoch unter Beobachtung der gegen den Mißbrauch bestehenden oder künftig zu erlassenden Gesetze.
Page 6 - Land» schaft konnte der Landesherr in der That in seinem Lande mehr, als der Kaiser mit den Reichsständen im Reiche, vollführen; denn es gab keine Grenze, die ihrer gemeinschaftlichen Autonomie gesetzt gewesen wäre, als die Verpflichtung gegen Kaiser und Reich, die wenigstens auf das innere Verhältniß keinen bedeutenden Einfluß haben konnte "), Die Gewalt des Landesherrn (dem Kaiser gegenüber) stieg dadurch von selbst zu einer Bedeutung, von der man noch im Anfange dieser Periode leine Spur...
Page 296 - Es ist Unser unabänderlicher Wille, daß die vorstehenden Bestimmungen, welche Wir stets aufrecht erhalten werden, als bleibende Grundverfassung Unserer Lande auch von jedem Nachfolger in der Regierung zu allen Zeiten treu und unverbrüchlich beobachtet, und überhaupt wider Eingriffe und Verletzungen jeder Art geschützt werden.
Page 207 - Abgaben; 2. das Recht der Einwilligung bei neu zu erlassenden allgemeinen Landesgesetzen; 3. das Recht der Mitaufsicht über die Verwendung der Steuern zu allgemeinen Staatszwecken; 4. das Recht der Beschwerdeführung, insbesondere in Fällen der Malversation der Staatsdiener, und bei sich ergebenden Mißbräuchen jeder Art.
Page 14 - Umstände willen, vielmehr gemüßiget, einen jeden bei dem, wessen er berechtigt, und wie es bis dato observirt worden, in alle Wege verbleiben zu lassen.
Page 6 - Land dem rechtmäßigen Landesherrn zu bewahren suchte und gewöhnlich mit dem besten Erfolg bewahrte. Beschwerden Einzelner und des ganzen Landes vor den Landesherrn zu bringen und deren Abstellung zu fordern, schien jener Zeit kein Recht, das man erst besonders erworben haben müsse, sondern ein Gegenstand, der in jeder Versammlung vorkommen konnte. Durch diese Einigung des Landesherrn und der Stände wurde, wie Eichhorn §. 427 sagt, bewirkt, daß der erste...
Page 318 - System sey in Teutschland von den ältesten Zeiten her Rechtens gewesen; in vielen Staaten hätten dessen nähere Bestimmungen auf...
Page 15 - Man hat es," sagt der Verf. unter Anderem, „so oft den neueren Verfassungurkunden zum Vorwurfe gemacht, dafs sie, ohne tiefere historische Begründung, hauptsächlich aus der neueren Theorie eines allgemeinen Staatsrechts hervorgegangen seien und den Landständen durch dieselben auf den Grund dieser Theorie Rechte beigelegt würden, welche weit über die Gebühr in den Wirkungskreis der Staatsregierung einschritten. Von solchem Vorurtheile wird man jedoch schon nach unbefangener Erwägung und Würdigung...
Page 274 - Überall Klage über Vermögens- und Nahrungsumfall; der Kredit ist gesunken; die geistigen und industriellen Kräfte fühlen sich wie gelähmt . . . Mit tiefer Besorgnis muß dieser Zustand gerade jetzt erfüllen, wo in einem Teile von Teutschland, ja von Europa, ein allgemeiner Krieg der Armen gegen die Vermögenderen auszubrechen droht."3Der Kurfürst hielt es für geraten, die Berufung der Landstände zuzusagen. Er genehmigte gegen die Gefahr einer Volksrevolution, die auch hier „Anarchie des...
Page 13 - ReichsAnlagen, gebührenden ^ure oolleotancli verbleibe, sondern auch jene Kurfürsten und Stände, so ein Mehreres, als in vorangezogenem §. begriffen, gegen ihre Unterthanen und Landsassen rechtmäßig hergebracht...

Bibliographic information