Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen, Volume 24

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Adalbert Kuhn
Vandenhoeck und Ruprecht, 1879 - Indo-European philology
 

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Page 28 - Im gegentheil müssen wir xu erkennen suchen, wie sich durch heteroklisie und metaplasmus die ursprüngliche declination bestimmter themen so umgestaltete, dass nicht bloss einzelne casus doppelte und mehrfache formen annahmen, sondern auch deren ganzes declinationssystem verdoppelt und vermehrfacht werden konnte«.
Page 169 - Pallioppi. Das eine werk ist ein Dizionari dels idioms retoromauntschs congualos con linguas parentedas e condots a lur provenienza tres Z. Pallioppi. Die sehr weitschichtige arbeit ist leider nicht ganz vollendet. Die einleitung, der buchstabe A und 8 seilen B bis babiglia sind ins reine geschrieben, dann folgt ein sauberes conzept bis mover. Die einleitung bietet auf 356 seilen 4°. reiche sprachliche Untersuchungen, die nach Sachs folgende sind: 1) Rang und bestimmung der Schriftsprache. 2) Betonung....
Page 161 - Inhalte nach hierher gehört, dem zwecke nach aber unter die rubrik »allgemeine vergl. Sprachwissenschaft« rangirt. Es ist dies Prof. Fr. G. Bergmann's cours de linguistique fait moyennant l'analyse glossologique des mots de la fable de Lafontaine: Le rat de ville et le rat des champs.
Page 284 - ... tari-tr-atas, opt. turyâ'ma, ptc. ti-tir-vas) erscheint, sind noch nicht gefunden. Hier liegt entweder dialectmischung vor, oder was sich zunächst unter ganz bestimmten Verhältnissen lautlich entwickelt hatte, ging auch auf andere formen über, in denen es auf bloss mechanischem dh dem lautgesetzlichen weg nicht entstanden wäre. Auch noch das sei bemerkt bei dieser gelegenheit: solche doppelund mehrfache formen wie kr- kür- kuru- werden wir wol nie alle ihrem Ursprünge nach zu erklären...
Page 4 - ... sprechen, so nimmt diese bewegung nicht bei einzelnen bestimmten Wörtern ihren anfang, so dass, was zuerst nur für diese einzelnen bestimmten Wörter gilt, erst allmählich auch auf andere Wörter übertragen wird, sondern die bewegung beginnt bei den sprachorganen selbst, und man hat zu erwarten, dass jedes bis dahin dental gesprochene r, ganz einerlei in welchem worte und in welcher wortkategorie es steht, und eben so jedes bis dahin vor l mit hellerem limbre gesprochene a, wenn es die sprachwerkzeuge...
Page 7 - Ueberall wo doppelformen nicht in dem verhältniss von mutier- und tochterform zu .einander stehen, so wie es bei ahd. geban und geben der fall ist, und wo keine dialectmischung nachweisbar ist, so wie bei jenem rheinfränkischen schnute neben schnauze, und wo auch der gedanke ausgeschlossen ist, dass zwei von allem anfang an nicht nur lautlich, sondern auch functionell verschiedene formen, nach verblassung der grundbedeutung der ursprünglich eine gebrauchsverschiedenheit bedingenden elemente, sich...
Page 558 - ... gab : es sollte nämlich das gesprochene an das schon vorhandene rhythmische Schema besser anbequemt werden. Geldner meint ferner, dass gleichheit der silbenzahl und einförmigkeit im strophenbau eine für den primitiven dichter genügende grundlage der gebundenen rede sei. Für den dichter als dichtungsprincip, ja : für den vortragenden und die zuhörer gewiss nicht. Schon desshalb nicht, weil die gleichheit der silbenzahl, wofern sie nicht durch rhythmischen vortrag unterstützt wird, dem...
Page 1 - Die hauptaufgabe des erst genannten aufsatzes sowie des vorliegenden ist, die in der declination der nomina wahrzunehmende, schon zur zeit des einheitlichen zusammenlebens der indog. völker aufgekommene stammabstufung näher zu beleuchten. Unter stammabstufung verstehe ich die verschiedene gestaltung, welche ein und derselbe, verbale oder nominale, mit suffix oder ohne suffix gebildete stamm beim antritt der verschiedenen personal- oder casussuffixe annimmt und welche dadurch ins leben getreten...
Page 558 - Charakter auszeichnen. poesie — »geherrscht haben, denn wozu wäre sonst die gleichförmigkeit der silbenzahl, der cäsur, und der versanzahl in der strophe so genau beachtet?« Entschieden hat sich Geldner im obenerwähnten werke geirrt, indem er einen eigentlichen rhythmus den Zendgedichten abspricht. »Ich habe«, sagt er, »aus den statistischen Zahlenergebnissen die feste Überzeugung gewonnen, dass weder in der...
Page 3 - ... im zweiten vocalisches (silbe bildendes) r entsprang, beruht darauf, dass dort das casussuffix vocalisch, hier consonantisch anlautet. 4. Weiter erlaube ich mir hier noch auf einen methodischen grundsatz hinzuweisen, den ich bei sprachlichen untersuchungen befolgen zu müssen glaube und den ich um so lieber hier im voraus betonen möchte, je weniger ich denselben in vielen sprachwissenschaftlichen arbeiten unserer tage befolgt sehe und je fester meine überzeugung ist, dass eine verständigung...

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