Von der Pilgerfahrt: Dichtungen

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G.E. Barthel, 1868 - Religious poetry, German - 184 pages
 

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Page 52 - Dunkel irrgegangen, o sühre mich, Und leuchte mir als heller Stern entgegen, verlaß mich nicht! Erstarrt mein müdes Herz im Frost des Lebens, durchglühe mich, Und laß in deinem Strahl es neu sich regen, verlaß mich nicht!
Page 94 - Doch auch der eine sehlt ihr nun an seinem Platze, Denn wie gering er sei, er war ein Theil vom Schatze. Und jetzt — sie jubelt aus! der Groschen ist ihr eigen, Und sie beeilt sich sroh, den Nachbarn ihn zu zeigen. So hatte Gott auch mich sür seinen Schatz erkoren, Ich aber hatte mich in Staub vor ihm verloren; Da hat er mich gesucht mit unverrückter Treue, Bis er mich seinem Schatz hat beigezählt auss neue.
Page 39 - Doch sengt' an seinem Licht sich Mott um Motte Die Flügel und bezahlte so ihr Wagen. Und so auch drängten sie ihn einst, zu sagen, Ob er nicht dem Gebot des Kaisers spotte Und lehre, daß man nur dem eingen Gotte Zinspslichtig sei wie in entschwundnen Tagen. Da ließ der Herr sich eine Münze reichen Und sragte sie: ,Weß sind hier diese Zeichen?
Page 34 - Von dem er meint, er hab es sich zum Frommen; Ich las den Spruch und sühlt' mein Herz erbeben. Hab ich nun, oder schein ich nur im Leben Zu haben? und was soll mir Neues kommen, Wenn ich schon habe? sragt ich mich beklommen; Es schien der Spruch ein Netz um mich zu weben. Und also wars! — Ich sühlte mich gesangen, Als ich der Rede tiesen Sinn erkannte; An Eitles halt
Page 80 - Prüfstein. s ist nicht schwer, ein Christ zu sein Im Gotteshaus, im Kämmerlein, Wenn aus Gesang, Wort und Gebet Dir Gottes Geist entgegenweht. Doch mitten in bewegter Welt, Dem bunten Treiben zugesellt...
Page 19 - Pfiugstgcbe!. aß den heilgen Sturm erbrausen. Dem der Tempel einst gebebt! Ach! die Ruhe macht mir Grausen, Die die Herzen weich umwebt! Bei der Lüfte sanstem Säuseln, Die so lind die Fluten kräuseln, Schliesen, Herr, die Deinen ein: Brich mit deinem Sturm herein! Komm, ach komm mit Feuerslammen, Wie du kamst in alter Zeit! Schmelz die Seelen eng zusammen, Die im Glauben sich entzweit!
Page 13 - Im Vaterhaus an deiner Liebe Thron. Du hast mir gnädig meine Schuld vergeben, Und sendest du noch heute mir den Tod, Mein letztes Stündlein macht mich nicht erbeben: Denn du bist meine Zuflucht in der Noch! ^««H^>
Page 10 - Der ihn aus dunklem Fittig trägt; Du schriebst ihn hoch ans Firmament, Wo er in Flammenzügen brennt. Du hast ihn auch mit sanstem Schein Den Blütenkelchen ausgedrückt, Und mit ihm jeden Halm...
Page 42 - Falten. Bei todtem Glauben wird ein Herz erkalten Und in erlogner Glut die Zunge brennen; Und Heuchler sind, nicht Gläubige, zu nennen, Die nicht den Wandel nach dem Wort gestalten.
Page 33 - Herrschaft dauernd , mag er ohne Gleichen Siegreich sortstürmen über blutge Leichen, So daß sein Schwert nicht einen Feind verschone. Ia, schlüg...

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